Zehn Jahre Festspiele und nicht müde

<strong>Bodo Rückschlag (Mitte)</strong> mit den beiden Produktionsleitern der Festspiele Dirk Hohwieler und Lutz Lorenz. <foto>Hanno Taufenbach</foto>
Bodo Rückschlag (Mitte) mit den beiden Produktionsleitern der Festspiele Dirk Hohwieler und Lutz Lorenz. Hanno Taufenbach

svz.de von
27. Juli 2010, 07:20 Uhr

Wittenberge | Nach den Festspielen ist vor den Festspielen: Die Worte sind keine Floskel, sondern einfach das Tagesgeschäft für all die, die hier die Elblandfestspiele verantworten, sagt Bodo Rückschlag. Die XI. in diesem Jahr waren für ihn die zehnten Festspiele auf der Ölmühle, die er mit zu verantworten hatte. Ein Jubiläum, von dem er 2001 nie geglaubt hätte, dass er es je begehen würde. "Das war ganz und gar nicht zu erwarten." Rückschlag erinnert sich an 2001, als der damalige stellvertretende Bürgermeister Andreas Schön als Mitinitiator der Open-Air-Gala auf der Ölmühle und Heiko Reissig, Tenor aus Wittenberge und ebenso Mitinitiator der Festspiele ihn gebeten haben, in seiner Funktion als Dehoga-Geschäftsstellenleiter hier in der Stadt das Gastronomiekonzept zu übernehmen. "2001 habe ich keinesfalls damit gerechnet, langfristig für die Operettenfestspiele, wie sie ja damals noch hießen, tätig zu sein", blickt Rückschlag zurück.

Es kam anders. Als sich im Juli 2002 engagierte Leute zusammenfanden, um einen Trägerverein für die Festspiele auf der Ölmühle zu gründen, erklärte sich Rückschlag kurzfristig bereit, sich zur Wahl zu stellen. Jemand hatte kurz zuvor seinen Kandidatur für das Präsidium zurückgezogen."Ich wurde an dem Abend gewählt, wie Michael Hansen auch, und bin seit dem dabei", sagt Rückschlag. Große Worte sind nicht seine Sache. Nüchtern geht der diplomierte Ökonom, dessen berufliche Aufgabe es ist, die Geschäftsstelle Wittenberge des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Brandenburg zu leiten und gleichzeitig als stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Dehoga Brandenburg zu fungieren, an die Dinge heran. Rückschlag redet nicht viel über diese Dinge, er tut sie - seit einigen Jahren als geschäftsführender Vizepräsident des Elblandfestspielvereins und damit auch zuständig für die Finanzen. Die schwarze Null unter dem Strich ist Gesetz. Dafür verwendet der Vizepräsident sich bei den Sponsoren, er hat die Gabe, Türen für die Festspiele zu öffnen, Weichen zu stellen.

Bodo Rückschlag kennt, das gibt er unumwunden zu, auch Nächte, in denen der Schlaf flieht, die Gedanken um die Festspiele kreisen. "Meist geht mir das Wetter durch den Kopf. Wir können Gala-Abende noch so gut vorbereitet haben, wenn es regnet, dann haben wir riesige Probleme." Besonders die Wochen vor der Gala sind anstrengend und aufregend, kosten Zeit, freie Zeit, denn Vizepräsident der Elblandfestspiele ist ein Ehrenamt, das neben dem Beruf zu bewältigen ist.

Was hält Rückschlag in diesem Ehrenamt, was motiviert ihn nun schon seit zehn Jahren?

Der Vizepräsident sagt, dafür seien vor allem drei Gründe ausschlaggebend: "Es ist die Zufriedenheit der Gäste. Die Leute schreiben uns, bedanken sich für die schönen Abende, sind begeistert,wenn sie die Fernsehaufzeichnungen sehen." Gewichtig sind aber auch die anderen beiden Gründe: "Es ist uns seit 2002 stets aufs Neue gelungen, die schwarze Null zu schreiben." Das sei eine sehr wichtige Voraussetzung, um erfolgreich weiter zu machen. Und: "Das Vereinspräsidium arbeite in seiner jetzigen Zusammensetzung sehr konzentriert und in Harmonie zusammen."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen