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Lokales

20. August 2017 | 09:51 Uhr

Zaubereien mit Zucker, Mehl und Ei

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Schwerin | Volkmar Goetzke ist ein sympathischer Vertreter der Generation "neuer Mann": Sonntags gehört der Kochtopf ihm, er bereitet für sein Leben gern Königsberger Klopse, Ente oder gebratenen Fisch. Sein erstes Kochbuch mit 1000 Rezepten stammt noch vom "Verlag für die Frau", sein erstes eigenes Gericht war Gulasch, erinnert sich der Schweriner. Den Riesen-Abwasch und das leidige Aufräumen nach dem Kochen überlässt er allerdings sehr gerne seiner Frau: "Sie ist bei uns außerdem die Spezialistin für das Kinderessen wie Milchreis oder Pfannkuchen." Andrea und Volkmar Goetzke sind in der Küche ein eingespieltes Dreamteam. "Mein Mann ist ein begeisterter Hobbykoch und lässt mich in der Küche oft ziemlich alt aussehen", schrieb Andrea Goetzke bescheiden bei ihrer Bewerbung um einen Platz beim SVZ-Kochen mit Profis. Als Vorbereitung auf ihren zwölften Hochzeitstag wollten die beiden gerne mal "gemeinsam ein leckeres Menü erarbeiten". Kein Problem. Zusammen mit weiteren zehn Lesern und vier Profis vom Schweriner Köcheverein machten sie sich ans Werk - und die erfahrenen Hausfrauen und -männer lernten eine Menge. Zum Beispiel Nudelteig selbst zuzubereiten: Für sechs Personen braucht man 300 Gramm Mehl, 200 Gramm Hartweizengries, 3 Eier, 5 Gramm Salz und zehn Milliliter Olivenöl. Wichtig: erst Eier aufschlagen, mit Olivenöl und Salz verrühren, anschließend Gries und Mehl vermischt auf die Arbeitsplatte sieben. In das Mehl eine Mulde drücken, Ei-Öl-Gemisch hineingeben und gut verkneten. Die Teigkugel muss eine Stunde im Kühlschrank ruhen, dann mit Rollholz oder Nudelmaschine ausgerollt und nach kurzer Trockenzeit in Streifen geschnitten werden. Am besten trockne der Teig über der Heizung, verrät ..Figura. Am Sonnabend musste eine Wäschespinne reichen, der teig wurde neben Handtüchern drapiert. Dinge, die der Laie so nicht gewagt hätte. Auch die filigrane Dessert-Dekoration aus heißem Isomalt, das man über eine Kelle tropfen und kurz erkalten lässt, dann als Zuckernetz vorsichtig abnimmt und auf dem Teller drapiert, war ein leicht umzusetzender Geheimtipp. Aufessen sollte man diese Dekoration aber besser nicht, raten die Köche - Isomalt hat abführende Wirkung. Wie man eine Hähnchenbrust großzügig von oben salzt, in Mehl wälzt und dann in der mit Knoblauch ausgeriebenen Pfanne nebst Rosmarin und Thymian brät, lernten die Teilnehmer ebenso wie die Grundlage einer Dessertcreme mit Eigelb, Sahne, Zucker und Gelantine.

Die Hobby-Köche waren begeistert: von den interessanten Tipps ebenso wie von der guten Laune am Herd. Da war das Verspeisen des selbst bereiteten Drei-Gang-Menüs fast nur noch Nebensache.

Sie waren als Hobby-Köche dabei

Diese SVZ-Leser durften am Sonnabend mitkochen: Steffen Gauhl-Skroblien, Claudia Troll-Mortensen, Manfred Glöckner, Christel Thust, Margrit Schreiber, Andrea und Volkmar Goetzke, Sylvia Greiser, Günter Lingen, Ute Schaller, Uwe Norgel, Brigitte Schnur. Professionelle Anleitung erhielten sie von Gerd Plescher vom Seminarcenter sowie Georg Schmelzer, Andreas Viehstädt und Hans-Werner Figura vom Schweriner Köche e.V. 1993.

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von
erstellt am 19.Sep.2010 | 06:33 Uhr

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