Zahl der Asylbewerber weiter rückläufig

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Im Kreis Nordwestmecklenburg haben Ende vergangenen Jahres nach Auskunft des Statistischen Landesamtes 61 Asylbewerber gelebt - pro 1 000 Einwohner waren das 0,5. Vergleicht man die Zahlen mit dem Jahr 2003 leben hier jetzt 372 Asylbewerber oder 85,91 Prozent weniger als damals.

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03. Dezember 2008, 08:39 Uhr

Nordwestmecklenburg | In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt hat sich die Zahl der Asylbewerber seit 2003 allerdings nur knapp halbiert. Vor fünf Jahren lebten im ganzen Land 5787 Asylbewerber, vergangenes Jahr waren es nur noch 3001 (auf je 1000 Einwohner sind dies 1,8).

Politisch ist diese Entwicklung gewollt und durch den so genannten Asylkompromiss von 1993 eingeläutet worden. Damals wurde unter anderem die "Drittstaatenregelung" eingeführt. Das bedeutet, dass in der Regel jene keine Chance in Deutschland auf Asyl haben, die über einen "sicheren Drittstaat" eingereist sind oder aus einem "verfolgungsfreien" Land stammen. Als Asylanten anerkannt werden nur noch etwa ein Prozent der Asylbewerber. Im Jahr 2003 lebten im Kreis Nordwestmecklenburg 433 Asylbewerber.

Die meisten Asylbewerber, die hier leben, stammen aus Asien. Von den insgesamt 3001 Asylsuchenden kamen 1409 zum Beispiel aus Vietnam, Iran, Indien, Afghanistan oder Sri Lanka. 988 stammten aus europäischen Ländern wie Serbien und Montenegro, der Russischen Föderation oder der Türkei. 464 Asylbewerber kamen aus Afrika, 14 aus Amerika und 126 waren staatenlos bzw. ihre Herkunft konnte nicht geklärt werden. Generell ist die Zahl der afrikanischen Flüchtlinge in Deutschland sehr gering. Die Organisation "Pro Asyl" kritisiert die Bundesregierung deswegen, das Problem der afrikanischen Asylsuchenden den südlichen Staaten Europas zu überlassen.

Gut 60 Prozent der Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern waren Männer. Im Kreis Nordwestmecklenburg waren im vergangenen Jahr von 61 Flüchtlingen 28 männlich und 33 weiblich.

Im regionalen Vergleich lebten mit 3,5 Asylsuchenden je 1000 Einwohner am meisten Flüchtlinge im vergangenen Jahr im Kreis Ludwigslust. Mit je 2,7 folgten die Kreise Demmin und Parchim. Am wenigsten Flüchtlinge lebten im Kreis Nordwestmecklenburg. Dort waren es lediglich 0,5 je 1000 Einwohner.

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