zur Navigation springen

Rund 2000 Geldgeber in Deutschland betroffen : Zachower Insolvenz auch für Anleger fatal

vom

Neue Hiobsbotschaften nach dem Aus der Elde- Konservenfabrik. Nachdem die Mitarbeiter bereits den Weg zur Arbeitsagentur antraten, müssen nun auch Kleinanleger mit dem Totalverlust ihrer Einlagen rechnen.

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2011 | 12:03 Uhr

Zachow | Neue Hiobsbotschaften nach der Insolvenz der Elde-Konservenfabrik. Nachdem die zuletzt rund 40 Mitarbeiter bereits Ende April den Weg zur Parchimer Arbeitsagentur antraten, müssen nun auch etwa 2000 Kleinanleger mit dem Totalverlust ihrer Einlagen rechnen. Die ersten haben ihre Forderungen bereits beim Hamburger Insolvenzverwalter Dirk Decker geltend gemacht. Mit durchschnittlich 6000 Euro haben sich bundesweit Kleinanleger in der traditionsreichen Konservenfabrik, die zu besten Zeiten bis zu 170 Frauen und Männern Lohn und Brot garantierte, beteiligt. Der Hamburger Anwalt Matthias Gröpper vertritt nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ihre Interessen. Ex-Geschäftsführer Kay Strelow hatte auf ungewöhnliche Finanzierungsmodelle gesetzt. Noch im Herbst 2010 bat er die Inhaber von Anleihen darum, auf seinerzeit fälligen Zinsen zu verzichten. "Ich will das Unternehmen und seine Mitarbeiter schützen", so der gescheiterte Unternehmer. Mit den so genannten Inhaberschuldverschreibungen hat sich die Konservenfabrik Zachow immer wieder Investitionskapital verschafft. Großzügig zeigte sich auch das Land. Nach NDR-Informationen hat die Firma 2,4 Millionen Euro Fördermittel erhalten. Aus dem Wirtschaftsministerium verlautet, dass es gute Chancen für einen neuen Investor gebe. Beworben haben sich ein mittelständisches Unternehmen aus Niedersachsen und der Branchenprimus Stollenwerk aus Nordrhein-Westfalen. Eine Entscheidung der Gläubiger steht aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen