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Zwei weitere Bewerber prüfen konkrete Gebote für Elde-Konserven : Zachow: Gläubiger blockieren Neustart

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Die Hoffnung, dass die insolvente Elde-Konservenfabrik in Zachow ihre Produktion wieder aufnehmen kann, hat sich vorerst zerschlagen. Die Gläubiger konnten sich nicht auf das Übernahmeangebot eines Interessenten einigen.

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2011 | 05:57 Uhr

Zachow | Die Hoffnung, dass die insolvente Elde-Konservenfabrik in Zachow ihre Produktion wieder aufnehmen kann, hat sich vorerst zerschlagen. "Auf das konkrete Übernahmeangebot eines Interessenten haben sich die maßgeblich beteiligten Gläubiger nicht mehrheitlich einigen können", bestätigt Rechtsanwalt Dirk Decker gegenüber der SVZ. Der Hamburger Anwalt ist als Insolvenzverwalter in der Sache tätig. Alfred Paulsen, Inhaber eines mittelständischen Unternehmens aus Otterndorf/Niedersachsen hatte bereits im März ein Komplettangebot zur Übernahme abgegeben und es später nachgebessert. Er hatte zugesichert, alle früheren Mitarbeiter zu übernehmen und den Betrieb weiter zu führen.

Interesse hatte auch der Branchenprimus, die Firma Stollenwerk aus Kerpen, bekundet, aber letztendlich doch kein Gebot abgegeben.

Alfred Paulsen, der nun leer ausgeht, hatte zwischenzeitlich das Verfahren scharf kritisiert und schwere Vorwürfe gegen den Gesellschafter erhoben.

"Zwei weitere Branchenwettbewerber haben grundsätzliches Interesse signalisiert, prüfen aber nach eigenen Bekunden noch die Unterbreitung konkreter Gebote", so der Insolvenzverwalter. In der Gläubigerversammlung beim Amtsgericht Schwerin ist nun ein fünfköpfiger Gläubigerausschuss gewählt worden, der Rechtsanwalt Dirk Decker bei der weiteren Verfahrensbetreuung unterstützen und anstehende Entscheidungen begleiten soll. Im August werden die Mitglieder über Perspektiven der Zachower Firma beraten.

Nachdem die zuletzt rund 40 Mitarbeiter bereits Ende April den Weg zur Parchimer Arbeitsagentur antraten, müssen auch etwa 2000 Kleinanleger mit dem Totalverlust ihrer Einlagen rechnen. Mit durchschnittlich 6000 Euro haben sich bundesweit Kleinanleger an der traditionsreichen Konservenfabrik, die zu besten Zeiten bis zu 170 Mitarbeiter beschäftigte, beteiligt.

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