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Lokales

16. Dezember 2017 | 19:49 Uhr

Würgeschlange aus Amerika auf Abwegen

vom

svz.de von
erstellt am 20.Sep.2010 | 06:38 Uhr

Weisin | Eigentlich wollten René Genenz (33) und sein Bruder Tilo (34) aus Weisin ein Schnäppchen auf dem Flohmarkt machen, doch nach Hause kamen sie am Sonntagnachmittag mit ganz anderer Beute. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine Kalifornische Kettennatter. Die Brüder waren mit dem Rad zwischen Passow und Weisin auf dem Heimweg, als sie am Straßenrand ein zusammengerolltes Reptil entdeckten. René griff relativ mutig zu und verstaute das Tier in einem Eimer. Mutter Rita bekam einen gehörigen Schreck. Die Polizei wurde über Notruf verständigt. Die Leitstelle Westmecklenburg schaltete den Zoo in Schwerin ein. Doch eine vorübergehende Unterbringung des Reptils war dort am Sonntag nicht möglich. Familie Genenz hatte von der SOS-Station für verletzte und verwaiste Wildtiere in Kläden gehört. So kam das Tier nach Kläden. Heinz Kriesel ermittelte die Länge der Schlange mit 1,30 Metern und identifizierte sie als Kalifornische Kettennatter. Es handelt sich dabei um keine Giftschlange, sondern um eine Würgeschlage, die eigentlich in West- und Südamerika sowie in Nordmexiko zu Hause ist und schmerzlich zubeißen kann.

Heinz Kriesel setzte sich seinerseits mit dem Schweriner Zoo sowie dem Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie (LUNG) in Verbindung. Gemeinsam wurde entschieden, das Reptil vorübergehend einem erfahrenen privaten Reptilienhalter in der Landeshauptstadt zu übergeben, bis eine endgültige Lösung gefunden ist.

Wie die Würgeschlange in die Gegend nach Weisin kam, ist bislang nicht bekannt. Sie könnte ausgesetzt oder auch entflohen sein. Vielleicht vermisst ein Reptilienhalter seine Kettennatter. Ob es sich auch um dasselbe Exemplar handelte, welches die Weisiner Familie bereits vor mehreren Wochen sah, aber nicht fangen konnte, lässt sich derzeit nicht abschließend klären.

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