Wokrent erstrahlt in neuem Hightech-Licht

Von 5 bis 23 Uhr bringen Wokrents neue Lampen Licht ins Dunkle, zur Freude von Elfriede Schmidt, Sven Ballerstaedt, Hans-Joachim Mahlert.susanne lang
Von 5 bis 23 Uhr bringen Wokrents neue Lampen Licht ins Dunkle, zur Freude von Elfriede Schmidt, Sven Ballerstaedt, Hans-Joachim Mahlert.susanne lang

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03. Februar 2011, 01:57 Uhr

wokrent | In Wokrent mögen sich zwar Fuchs und Hase "gute Nacht" sagen, in punkto moderne Technologie ist das 60-Seelen-Örtchen aber Vorreiter im Amtsbereich Bützow. "Wir sind die erste Gemeinde, die eine Straßenbeleuchtung mit LED-Technik hat", sagt Elfriede Schmidt, Bürgermeisterin von Jürgenshagen nicht ohne Stolz.

Elektromeister Sven Ballerstaedt hat dafür gesorgt, dass in Wokrent Licht ins Dunkel kommt - im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch in finanzieller Hinsicht. Er blickt nach oben, in den warmen Schein der High-Tech-Leuchte. "Entgegen der gängigen Meinung müssen LEDs nicht grell sein", sagt Ballerstedt. "Die blenden nicht", pflichtet ihm die Bürgermeisterin bei. Aber abgesehen von der schönen Optik: "In erster Linie ging es uns um die Energieersparnis", sagt Schmidt. Künftig muss die Gemeinde für die Beleuchtung des Örtchens nicht mehr so tief in die Tasche greifen: Die neuen Lampen verursachen nur mehr ein Viertel der Energiekosten. "Eine Lampe verbraucht 24 Watt die Stunde, macht zwei Euro am Tag", sagt Ballerstedt. Zum Vergleich: eine alte Birne 70 Watt, manche sogar 125 Watt. Der Elektromeister öffnet den Zählerkasten für eine erste Bilanz. Die 20 neuen Lampen haben 100 Kilowatt in zwei Wochen verbraucht - "das ist extrem wenig", sagt der Fachmann. Auch die CO2-Belastung falle wesentlich geringer aus als mit den herkömmlichen Lampen. Und Ballerstaedt trumpft mit einem weiteren Vergleich auf: "LED-Lampen haben bis zu 50 000 Stunden Lebensdauer, eine normale höchstens 8 000." Für einen Elektriker sei das allerdings nicht so gut, sagt er und lächelt verschmitzt. Baller staedt hat Blut geleckt, Wokrents Straßenbeleuchtung war sein LED-Pilot-Projekt, weitere werden folgen, ist er sich sicher. "In Süddeutschland, Belgien oder in der Schweiz ist diese Technologie schwer im Kommen." Ganze Straßenzüge erstrahlen dort im LED-Licht.

Eine Win-Win-Situation mit Vorbildcharakter: weniger Kosten, weniger Umweltbelastung und "die Gemeinde freut sich, dass hier wieder Licht brennt", weiß Schmidt. 45 000 Euro hat Wokrent insgesamt investiert. Nicht einfach so, "die Leitungen wurden ohnehin neu gelegt", erzählt Schmidt. Und da die Gemeinden den Gürtel zunehmend enger schnallen müssen, kam den Wokrentern die fortschrittliche Technologie gerade recht. "Zuerst hatten wir über Solar-Leuchten nachgedacht", erzählt Schmidt. Der Gedanke wurde aber schnell wieder verworfen. Zu hohe Wartungskosten und die Solarflächen auf den Leuchten sähen auch "unmöglich" aus, wie Ballerstaedt erklärt. Die LED-Variante sei einfach die Beste gewesen, sagt auch Hans-Joachim Mahlert vom Bauamt Bützow. Und die Begeisterung für das sparsame, umweltfreundliche Licht ist so groß, dass über die Umrüstung der restlichen alten Leuchten nachgedacht wird, verrät die Bürgermeisterin.

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