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Lokales

18. November 2017 | 22:51 Uhr

Wohnmobile sollen am Gaswerk parken

vom

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erstellt am 30.Jan.2011 | 10:03 Uhr

Stadtmitte | Dort, wo einst Gas für Rostocks Stadtbeleuchtung hergestellt wurde, sollen in Zukunft Touristen auf vier Rädern ihren Urlaub verbringen. Ein Vorschlag der CDU-Bürgerschaftsfraktion sieht vor, für das Gelände des ehemaligen Gaswerkes an der Bleicherstraße die Nutzung als Wohnmobil stellplatz zu prüfen.

Die CDU stößt damit eine Debatte wieder an, die im Mai 2009 schon beigelegt schien. Nach Jahren, in denen Urlauber vergeblich nach einem Platz für ihre Wohnmobile in der Hansestadt gesucht hatten, hatte sich damals die Bürgerschaft auf den Standort am Mühlendamm festgelegt. "Passiert ist dort seitdem noch nicht viel", sagt CDU-Fraktionschef Prof. Dieter Neßelmann. Eine Ausschreibung zur Bewirtschaftung steht noch aus. "Seinerzeit stand das Areal an der Bleicherstraße nicht zur Verfügung. Deshalb ist es sinnvoll, dass die Verwaltung diese Alternative jetzt prüft", sagt Neßelmann. Die Ergebnisse sollen der Bürgerschaft bis zum April dieses Jahres vorliegen. Für das Gaswerkgelände kann jetzt nach neuen Nutzungen gesucht werden, weil Anfang des Jahres nach langen Verzögerungen mit den Sanierungsarbeiten begonnen wurde.

Im Auftrag der Stadtwerke Rostock GmbH als Eigentümerin wird das 18 Hektar große Grundstück jetzt unter der Federführung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg dekontaminiert. Hauptaufgabe dabei ist, die Warnow und damit das Rostocker Trinkwasser vor Verunreinigungen im Boden zu schützen. Ob auch Teile des Bodens ausgetauscht werden müssen, wird sich erst im Laufe der Arbeiten herausstellen.

Der Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Umwelt, Hans-Joachim Meier, geht davon aus, dass das Gelände nach Abschluss der Arbeiten nicht als Wohngebiet genutzt werden kann. Eine teilweise Versiegelung sei möglich. Die Stadtwerke haben sich zu konkreten Nutzungsplänen bislang noch nicht geäußert.

Rostocks Christdemokraten meinen deshalb, zumindest die Prüfung, ob das Gebiet als Wohnmobilplatz genutzt werden könne, sei lohnenswert. "Zumal durch die Belastung kaum etwas anderes dort infrage kommt", so Neßelmann. Aus seiner Sicht hat das Gaswerk-Areal gegenüber dem Mühlendamm für Caravan-Urlauber einen entscheidenden Vorteil - die größere Nähe zur Innenstadt. "Ein Stellplatz in der Bleicherstraße wäre für Gäste und Touristen günstig gelegen, schnell und fußläufig in die Innenstadt zu gelangen", heißt es in der Begründung zum Antrag, der jetzt in die Gremien geht.

Vor dem Mühlendamm-Beschluss von 2009 hatte die Stadtplanung in Rostock 18 mögliche Standorte überprüft und diesen als beste Variante vorgeschlagen. Möglich, dass diese Entscheidung noch einmal überdacht wird, wenn die CDU die Mehrheit der Bürgerschaft überzeugt.

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