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Lokales

19. Oktober 2017 | 13:12 Uhr

Wittstocker Flugplatz wird zu Solarpark

vom

svz.de von
erstellt am 09.Jun.2011 | 07:24 Uhr

Wittstock/Dosse | In der Dossestadt entsteht derzeit Deutschlands größtes Dünnschicht-Solarkraftwerk. Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Alt Daber baut die Firma Belectric Solarkraftwerke GmbH jetzt in Kooperation mit der Stadt ein Photovoltaikkraftwerk mit einer Leistung von mindestens 70 Megawatt sowie ein Speicherkraftwerk auf einer Fläche von insgesamt rund 133 Hektar. Die Fertigstellung ist für September dieses Jahres geplant.

Insgesamt sollen auf dem ehemaligen Militärgelände auf 133 Hektar mehr als 850 000 Module verbaut werden. Die produzierte Strommenge des Photovoltaikkraftwerkes entspreche dem Bedarf von etwa 18 000 Haushalten und decke so mehr als den Eigenbedarf der Stadt Wittstock. "Damit ist das Solarkraftwerk sowohl flächen- als auch leistungsmäßig Deutschlands größter Solarpark", sagt Jörg Gehrmann, Bürgermeister der Stadt Wittstock/Dosse.

Jedes einzelne Modul ist 1,20 Meter lang und 60 Zentimeter breit. Die Module werden auf so genannte "Modultische" aufgebracht. "Ein Modultisch wird im Solarkraftwerk in der Regel aus 100 Modulen bestehen und zwischen 50 und 100 Metern lang sein. Die Modultische sind an der höchsten Stelle jeweils 3,20 Meter und an der niedrigsten Stelle 70 Zentimeter hoch", erläutert der Bürgermeister. Spätestens im Dezember soll das Solarkraftwerk fertig sein. "Wir hoffen jedoch, die Arbeiten bereits zum 31. August abschließen zu können", so Gehrmann weiter.

Die Belectric Solarkraftwerke GmbH hatte sich im Rahmen eines europaweit ausgeschriebenen Verfahrens um das Gelände beworben. "Die Firma bekam den Zuschlag, denn wir verbinden mit dem Bauvorhaben die Hoffnung, dass sich aus einer ehemals militärischen Brache ein Vorzeigestandort für eine gelungene Konversion und ein weiterer Baustein im Technologiestandort und regionalen Autobahndreieck Wittstock/Dosse entwickelt", erläutert Jörg Gehrmann. Die Stadt verpachtet die Flächen an das Unternehmen.

Mit dem Bau der Anlage leiste Belectric auch einen wichtigen Beitrag zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Brandenburg. Sie würden nicht nur nach der Inbetriebnahme, sondern bereits bei der Fertigstellung des Solarkraftwerks gesichert: Den Bau führe die Bauabteilung des Unternehmens Belectric mit Sitz im brandenburgischen Luckenwalde durch und die Module liefere First Solar in Frankfurt/Oder. Zudem seien Zulieferer und Unternehmen aus der Region involviert.

"Das Angebot der Belectric Solarkraftwerke GmbH konnte sich im Wettbewerb au ch deshalb durchsetzen, weil das Unternehmen mit dem geplanten Speicherkraftwerk wesentliche Voraussetzungen schafft, um witterungsbedingte Stromschwankungen aus erneuerbaren Energien ausgleichen zu können", so Gehrmann. Verbunden mit der Errichtung des Speicherkraftwerkes ist die weitere Erforschung und Optimierung der Technologie.

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