Wittenburg will Straßennetz auf einen Schlag erneuern

Solche Schilder stehen überall in Wittenburg und es ist keine Übertreibung, die Fahrbahnen sind meist ramponiert. Pohle
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Solche Schilder stehen überall in Wittenburg und es ist keine Übertreibung, die Fahrbahnen sind meist ramponiert. Pohle

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28. Juli 2010, 01:57 Uhr

Wittenburg | So etwas gab es seit der Wende noch nie. Die Stadt Wittenburg will mit einer Kraftanstrengung sondergleichen ihr Hauptstraßennetz auf Vordermann bringen. Auf einen Schlag, und vor dem Ferienende soll alles fertig sein. Nachteil: Die veranschlagten zwei Wochen Bauzeit werden für die Wittenburger und die Besucher der Stadt alles andere als lustig. Denn der ehrgeizige Bauplan wird nahezu täglich neue Verkehrslösungen erzwingen. Dafür können danach die Wittenburger wieder einigermaßen normal Auto fahren, ohne gleich ihre Fahrzeuge zu ramponieren.

Mit dem Straßenbauamt hat sich die Stadtverwaltung auch noch einen wichtigen Kooperationspartner ins Boot geholt. Das Straßenbauamt wird die Straßendecke auf der Hagenower Chaussee die Fahrbahndecke erneuern.

Dazu kommen die ehrgeizigen Pläne der Stadt: Erneuert oder wenigstens ausgebessert sollen nach jetzigen Planungen folgende Straßen:

Steintor, von der Kreuzung Hagenower Chaussee bis zur Sparkasse; Teile des Mühlenringes, Teile des Südringes, Teile der Goethestraße, Lindenstraße von der Einmündung Weidestraße bis zur Mehrzweckhalle, Bahnhofstraße ab Einmündung Rosenstraße, Schlüterstraße ab Einmündung Steintor bis Rosenstraße, diese Liste ist nicht vollständig.

Dazu wird das Straßenbauamt Schwerin noch den Bereich der Lehsener Chaussee vom Steintor bis zum Kreisel erneuern.

Vor den Asphaltierungsarbeiten kommen die Fräsen, die die Reste oder den alten Fahrbahnbelag beseitigen werden. Ziel sei es, so hieß es bei der Stadtverwaltung, auf jeden Fall noch in den Ferien fertig zu werden. Die Schulferien enden am 20. August.

Schuld an der ganzen Aktion ist vor allem der strenge Winter. Der hat in Wittenburg so schlimme Schäden hinterlassen, dass die Stadt trotz aller Finanzsorgen etwas tun musste. Ursprünglich war auch eine viel kleinere Reparaturaktion geplant. Dann aber, so Bauamtsleiter Jürgen Gohr, sei die Ausschreibung so günstig gewesen, dass man sich zu einer größeren Aktion durchgerungen habe. Allein der städtische Anteil bei den Baukosten liegt nun bei 210 000 Euro. Dafür wird Wittenburgs Innenstadt, die jetzt noch aussieht, als wäre vorige Woche strenger Frost gewesen, wieder befahrbar.

Dauerhaft gelöst ist damit das Problem der kaputten Straßen jedoch nicht. Denn nicht an allen Stellen wird die komplette Fahrbahn erneuert, und es wird nur die Deckschicht aufgetragen. In vielen Bereichen wäre eine grundhafte Erneuerung der ganzen Straße angesagt. Doch dafür reicht das zur Verfügung stehende Geld nicht einmal ansatzweise. Das bedeutet, nach ein paar strengen Wintern könnten Wittenburgs Straßen wieder aussehen wie ein löchriger Käse.

Derweil tüfteln die Experten an den exakten Bauplanungen und Ablaufplänen. Ganz ohne Behinderungen werde es selbstverständlich nicht gehen, hieß es in der Stadtverwaltung. Um die Bauzeiten kurz zu halten, werde auch über Arbeit in den Abend- und Nachtstunden nachgedacht. Auf jeden Fall sollen die Wittenburger vorher genau über die Abläufe informiert werden.

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