Wittenberges Wache im Vorteil

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21. August 2010, 01:57 Uhr

Prignitz | Seit der gestrigen Fahrt auf der B 189 von Pritz walk nach Perleberg ist dem FDP-Landtagabgeordneten Hans-Peter Goetz klar: Nur ein Polizeiwachen-Standort in der Prignitz kann nicht funktionieren. "Dafür ist die Fahrzeit zu lang, die Straße hat stellenweise ja den Charakter einer Siedlungsstraße", sagte er gegenüber unserer Zeitung.

Die Perleberger Wache sei zwar zentral gelegen, aber von hier aus den gesamten Kreis zu bedienen, halte er für nicht durchführbar. Als Beispiel führte er den Gewahrsam von Personen an. "Dies ist generell nur in besetzten Wachen möglich", so Goetz. Hinzu komme der Zeitfaktor. Wenn ein Streifenwagen eine Person aus Pritzwalk oder der dortigen Umgebung nach Perleberg überstellen muss, sei dieses Auto zeitlich viel zu lange gebunden. Ist es an Wochenenden oder nachts gar des einzige im Raum Pritz walk, wäre dieses Gebiet de facto ohne Polizeipräsenz.

Wenn es künftig nur eine Wache gebe darf, "spräche mehr für Wittenberge", so Goetz. Sie sei nicht nur top ausgestattet, sondern habe auch die höchsten Einsatzzahlen im Kreis. Das angesprochene Problem der Fahrtzeiten würde sich jedoch verschärfen.

"Deshalb müsste zwingend auch Pritz walk erhalten bleiben", ergänzte der Abgeordnete und verwies auch auf die durchschnittliche Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Polizei. Landesweit liege diese bei 24 Minuten, in der Wittenberger Wache bei 28 Minuten. Es sei nicht vorstellbar, dass sich dieser Durchschnitt bei nur einer Wache verbessere.

Als Mitglied im Innenausschuss will er sich für zwei Standorte einsetzen. Im September erwartet er von Innenminister Rainer Speer Aussagen, welche Wachen geschlossen werden. "Durch den Besuch vor Ort kann ich im Ausschuss sachlich argumentieren und Verbündete über Parteigrenzen hinweg finden."

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