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Lokales

19. November 2017 | 04:18 Uhr

Wittenberger Hafen mit neuem Anleger

vom

svz.de von
erstellt am 21.Jul.2011 | 06:07 Uhr

Wittenberge | Noch vor der offiziellen Eröffnung des Wittenberger ElbePorts Ende August beginnt am Anleger II der Güterumschlag.

In der kommenden Woche wird dort erstmals Erde für ein ortsansässige Unternehmen bewegt. "Das ist der Auftakt für den Massengüterumschlag im Port", sagt Betriebsleiter Michael Beyer.

Die Hafenanlage am Industriegebiet Süd sei bauseitig vollständig fertig, ausgenommen die Hochwasserschutzanlage, die noch folgen wird. Mit der Indienststellung des zweiten Anlegers ist es möglich, vom Industriegebiet Süd aus auch Stück- und Schüttgut zu verladen.

Der Umschlag von Flüssigkeiten wird schon seit Anfang Dezember 2009 praktiziert. Für das vergangenen Jahr kann die Hafenbetriebsgesellschaft auf 36 000 Tonnen Flüssiggut verweisen, die verschifft wurden. "Wir steuern in diesem Jahr die 40 000 Tonnen und damit einen leichten Wuchs an", sagt Beyer. Berücksichtige man die Marktlage, "und von dieser sind wir ja in jedem Fall abhängig", seien die ersten zwei Jahre Hafen in Wittenberge sehr gut gelaufen.

Die letzten Wochen und Monate hat Beyer nach eigenem Bekunden genutzt, um Kunden für den ElbePort zu akquirieren. "Ich habe die Gewerbegebiete und sehr viele Firmen aufgesucht, viele Gespräche geführt, in denen ich aufzeige, dass der Port eine logistische Alternative zu den bisher genutzten Transportpartnern sein kann." Beyer unterstreicht: "Wir wollen keine Konkurrenz sein, sondern bieten eine zusätzlich Lösung auf dem Wasser an." Anlaufmöglichkeit für das Industriegebiet Süd über Wasser, die Anbindung an Straße, Schiene und ein umfangreiches Hafendienstleistungsangebot führt Beyer als logistische Pluspunkte ins Feld. Die Ausstattung des Elbe Ports und damit auch die Dienstleistungen würde jetzt in Abhängigkeit von den Kundenaufträgen erweitert, erklärt der Betriebschef.

Derzeit werde das Areal als Betriebsgelände eingefriedet. Für den Erdumschlag stehe der Bagger bereit. Es wird das Verschiffen von Ton und Getreide folgen, kündigt Beyer an. Entsprechen müssen die logistischen Möglichkeiten das Hafens erweitert werden. Die große Lagerfläche, die in den letzten Monaten entstand, ist auch für extra schwere Lasten ausgelegt.

Dem Umschlag an sich seien keine Grenzen mehr gesetzt, denn nach umfangreicher Prüfung ist dem ElbePort jetzt auch die Betriebsgenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutz gesetzt erteilt worden.

Für den ElbePort plus Infrastruktur in Wittenberge Süd sowie für die Hafenbrücke konnte die Kommune zwölf Millionen Euro - Fördermittel und eigenes Geld - investieren.


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