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Lokales

25. September 2017 | 11:59 Uhr

Wittenberge wird Eisenbahnstützpunkt

vom

svz.de von
erstellt am 17.Jul.2011 | 05:52 Uhr

Wittenberge | Die Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH will in diesem und im nächsten Jahr in den Lokschuppen III des ehemaligen Bahnbetriebswerkes (Bw) in der Elbestadt in Größenordnungen investieren. Die Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochter der Potsdamer Eisenbahngesellschaft. Thomas Becken als Geschäftsführer beider Unternehmen spricht von einer "siebenstelligen Summe, die wir in den Lokschuppen stecken, um ihn umfassend zu sanieren".

Zu diesem Zweck hat das Eisenbahnunternehmen den Lockschuppen einschließlich vorgelagerter Gleisanlagen aus dem Gesamtbestand des Bw heraus erworben. "Wir werden in Kürze mit den ersten Arbeiten beginnen", kündigte Becken im Gespräch mit dem "Prignitzer" an.

Schon jetzt hat die Schienenfahrzeugbau GmbH in dem Gebäude des alten Bahnbetriebswerks einen Stützpunkt, werden von hier aus zwei Loks für Transportfahrten eingesetzt.

Außerdem ist hier die Lok stationiert, mit dem das Unternehmen die Transport für den sich etablierenden ElbePort Wittenberge abwickelt.

Becken hebt die gute Schienenanbindung hervor, die das Unternehmen vom Bw-Gelände aus ins Bahnnetz habe. "Wir erreichen sehr schnell die Ballungsräume Berlin und Hamburg." Die Stadt Wittenberge, von der die Schienenfahrzeugbau GmbH Gebäude und Areal erwarb, habe "gute Vorarbeit geleistet", hebt der Geschäftsführer hervor. So ist die Anschlussstelle an das Bahnnetz, die sich in unmittelbarer Bw-Nähe befindet, auf technisch hohem Niveau erneuert worden.

Angesichts dieser Pluspunkte für den Standort Wittenberge hat sich die Potsdamer Eisenbahngesellschaft entschieden, ihre Prignitzer Niederlassung in die Elbestadt zu verlegen. Wie Becken erklärt, werde man das Unternehmen Pritzwalk aufgeben. "Außerdem werden wir unserer Werkstattaktivitäten ausweiten." Von Meyenburg, wo man derzeit zwei Gleise von einer privaten Eisenbahngesellschaft gemietet hat, erfolgt der Umzug nach Wittenberge. Auch hier seien die besseren Standortmöglichkeiten ausschlaggebend.

Becken will nicht ausschließen, dass zu den Mitarbeitern aus Pritzwalk und Meyenburg, die ihren Arbeitsplatz in Wittenberge haben werden, weitere hinzu kommen. Die umfangreiche Investition in den Lokschuppen soll Mitte nächsten Jahres weitgehend abgeschlossen sein.

Neben dem wirtschaftlichen Neuanfang, der sich für diesen Teil des ehemaligen -Bahnbetriebswerks abzeichnet, gibt es eine zweite Nutzungsstrategie. Sie zielt auf kultur-touristische Aspekte. Der Verein historischer Lokschuppen Wittenberge und die Dampflokfreunde aus Salzwedel, die über einen beeindruckenden Fahrzeugpark verfügen, wollen langfristig ein Schaudepot entwickeln. Über zwei Millionen Euro Fördergeld von der EU und dem Land stehe ab sofort dafür zur Verfügung.


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