zur Navigation springen
Lokales

20. November 2017 | 20:06 Uhr

Wittenberge strebt zum Elbufer hin

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jul.2011 | 06:22 Uhr

Wittenberge | Zustimmung, Freude, Begeisterung für die zwischen der (noch bestehenden) Slipanlage beim Wasser- und Schifffahrtsamt und dem Turm auf der alten Ölmühle angedachte Elbpromenade: Die Kommune hatte interessierte Wittenberger zum Meinungsaustausch und zur Ideenfindung für besagten Weg an der Wasserkante ins Rathaus eingeladen. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und Bauamtschef Hubert Mackel waren auch dabei. Landschaftsarchitekten vom Büro Lohrer und Hochrein aus Magdeburg haben den etliche hundert Meter langen Weg konzipiert. Mitarbeiterin Diana Doering stellte vor, was die Fachleute im Detail vorgesehen haben, um das Wasser intensiver erlebbarer zu machen.

Eingebettet sind die Pläne in das städtische Grundprinzip, diesen Bereich der Stadt weiter zu entwickeln. "Die Elbe ist unser touristisches Potenzial", sagt Bürgermeister Dr. Oliver Hermann. Entsprechend werden die Kräfte konzentriert. Die Idee einer Elbpromenade auf dem besagten Abschnitt reicht bis 2007 zurück. In ihrem Integrativen Stadtentwicklungskonzept (INSEK), mit dem sich die Stadt gemeinsam mit 14 anderen Kommunen des Landes für Fördermittel qualifizierte, ist die Promenade verankert. Bei einer Enthaltung hatten alle Stadtverordneten dafür gestimmt.

Und trotzdem: Während die Uferwegpläne nach der detaillierten Vorstellung Lob und Zustimmung ernteten, stellte der Stadtverordnete Manfred Prietzel das Vorhaben noch einmal grundsätzlich in Frage. Sein Ansatz: Die vielen unbefestigten Straßen, die zu machen seien, und die Tatsache, "dass koste es, was es wolle, die Entwicklung von der Innenstadt Richtung Elbe" verlegt werde.

Bürgermeister Dr. Hermann fuhr ihm ungewohnt scharf in die Parade. Die Entscheidung für die Promenade sei vor Jahren gefallen, es gehe jetzt um das Wie. Er warf Prietzel vor: " Sie gehören zu der Kategorie, die dafür sorgt, wenn wir hier in der Stadt nicht vorankommen."

Prietzel blieb mit seiner Position eine Ausnahme. Die Diskussion drehte sich in der Hauptsache darum, wie der Uferweg möglichst attraktiv gestaltet werden kann. Ortrud Effenberger von den Denkmalbehörde des Kreises regte ein besonderes Lichtkonzept an. Gerhard Rues (SPD-Abgeordneter) regte an, die Uferweg auch für Fahrradfahrer zu öffnen, "weil wir es anders auch gar nicht durchhalten".

>> Weg zwischen Ufer und Mauer

  • Die Uferpromenade soll in der Hauptsache zwischen der Wasserkante und einer noch zu errichtenden neuen Hochwassermauer verlaufen;

  • die Gesamtbreite des Streifens beträgt 8,20 Meter, der Weg selbst wird 3,50 Meter breit sein; zum Wasser hin verläuft ein Meter breiter Geländestreifen, zur Mauer hin werden Büsche und Bäume gepflanzt.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen