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Experten sind um Fundmitteilungen dankbar : Wissenschaftler suchen die Maulwurfsgrille

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Institut für Biowissenschaften setzt auf Hilfe von Naturfreunden. In Vorbereitung der Roten Liste für bedrohte Tierarten sucht es nach der Maulwurfsgrille in Gärten rund um Rehna, Gadebusch und Lützow.

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erstellt am 06.Jun.2011 | 07:58 Uhr

Sternberg/Rostock | Wissenschaftler vom Institut für Biowissenschaften setzen auf die Mitarbeit von Kleingärtnern und Naturfreunden in unserer Region. In Vorbereitung der Aufstellung der Roten Liste für bedrohte Tierarten sind sie auf der Suche nach der Maulwurfsgrille in den Gärten rund um Rehna, Gadebusch und Lützow.

Bekannt sind eine Anzahl Vorkommen im Raum Rostock, Zingst, Ueckermünde, Warin, Neubrandenburg. Fast alle diese Nachweise stammen aus Gartenanlagen, da die dort vorhandenen lockeren, ständig etwas feucht gehaltenen Böden offenbar für die in fingerdicken Gängen lebenden Tiere besonders günstig sind.

Die meisten Gartenbesitzer sind allerdings über das Auftreten dieser Heuschreckenart nicht begeistert, da es immer wieder zu Schäden an den Pflanzen kommt. Da tröstet auch wenig, dass die Nahrung der Maulwurfsgrillen in erster Linie aus tierischer Kost besteht. Durch ihre vorwiegend unterirdische Lebensweise werden Maulwurfsgrillen besonders beim Umgraben oder im Frühsommer zur Paarungszeit bemerkt, wenn sie an die Oberfläche kommen und die Männchen ihren weithin tönenden, trillernden Gesang von sich geben.

Im Gegensatz zur Mehrzahl der Heuschreckenarten, die der Laie nur schwer unterscheiden kann, sind die bräunlich gefärbten, bis fünf Zentimeter groß werdenden Maulwurfsgrillen mit ihren auffälligen Grabbeinen unverwechselbar.

Um das Verbreitungsbild der Maulwurfsgrille besser einschätzen zu können, wären die Experten für Mitteilungen über Fundorte dankbar.

Informationen nimmt Dr. W. Wranik, Institut für Biowissenschaften, Tel. 0381 498 6060; wolfgang.wranik@uni-rostock.de. entgegen.

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