Hansestadt stellt Landkreis Bedingungen für Übernahme der Trägerschaft : Wismar fordert Garantie für Schulen

Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar.
Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar.

Wenn die Kreisgebietsreform kommt, fusionieren Wismar und NWM zu einem Großkreis. Im Zuge dieses Zusammenschlusses wechselt die Zuständigkeit für die Schulen von der Stadt zum Landkreis.

svz.de von
27. April 2011, 08:30 Uhr

Nordwestmecklenburg | Wenn die Kreisgebietsreform kommt, fusionieren Wismar und Nordwestmecklenburg am 4. September zu einem neuen Großkreis. Im Zuge dieses Zusammenschlusses wechselt die Zuständigkeit für die Schulen von der Stadt zum Landkreis. Wismar kann, wenn es will, eine Rückübertragung anstreben. Das erklärte Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) den Mitgliedern des Sonderausschusses zur Vorbereitung der Reform. Betroffen sind das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium, das Geschwister-Scholl-Gymnasium, die Goethe-Gesamtschule, das Berufsschulzentrum Nord und die Claus-Jesup-Förderschule.

Das ist allerdings mit einer Einschränkung verbunden: Die Verantwortung für die Schulentwicklungsplanung bleibt beim Landkreis (SVZ berichtete). Über diese Planung stellt der Landkreis die notwendigen Sachmittel und Gebäude zur Verfügung und entscheidet aufgrund von Prognosen der Schülerzahlen über die Zukunft der Bildungseinrichtungen - auch über Schließungen. Genau dies wird in Wismar befürchtet.

Deshalb knüpft die Stadt Bedingungen an eine mögliche Rückübertragung der Schulträgerschaft: Der Landkreis soll eine Bestandssicherheit geben und die laufenden Kosten für die Schulen übernehmen. "Beide Aussagen sind vom Landkreis nicht getroffen worden", sagte Beyer. "Das ist für uns von erheblicher Bedeutung." Wechseln die Schulen samt Gebäuden und Ausstattung zu Nordwestmecklenburg, erhält die Stadt dafür einen Ausgleich. Dabei soll es sich um eine zweistellige Millionensumme handeln. 20 Millionen standen im Raum.

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