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Name des neuen Kreises heiß diskutiert : Wismar favorisiert den Ostseekreis

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Sechs Vertreter der Wismarer Bürgerschaft bereiten den Zusammenschluss mit dem Landkreis NWM im September vor. Auf der Tagesordnung stand jetzt ein sensibles Thema: Wie soll der neue Kreis heißen?

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erstellt am 26.Apr.2011 | 10:05 Uhr

Nordwestmecklenburg | Der Name klingt kompliziert: "Sonderausschuss zur Vorbereitung auf die neue Struktur der Landkreise und kreisfreien Städte". Der Inhalt ist nicht weniger anspruchsvoll. Sechs Vertreter der Wismarer Bürgerschaft bereiten den Zusammenschluss mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg im September vor.

Auf der Tagesordnung stand jetzt ein sensibles Thema: Wie soll der neue Kreis heißen? "Hansekreis Mecklenburg-Wismar" oder "Hansekreis Nordwestmecklenburg-Wismar" oder vielleicht einfach "Landkreis Wismar". Oder bei Landkreis Nordwestmecklenburg bleiben? Wie werdende Eltern hatten sich die Abgeordneten der Bürgerschaft schon lange Gedanken über den Namen gemacht.

Der Vorsitzende Gerd Zielenkiewitz (Für-Wismar-Fraktion) plädierte dafür, dass der Name Wismar Eingang finden sollte, ebenso wie die Ostsee. Ein Hinweis, den Andreas Eigendorf (Bürgerfraktion) unterstützte. Wo Wismar liege, wüssten viele Süddeutsche nicht. Wo die Ostsee ist, hingegen schon. "Das hat auch eine wirtschaftliche Bedeutung", betonte er.

Die Hansestädter seien aber nicht die Einzigen, die die Ostsee in ihren Namen aufnehmen wollen. "Stralsund und Greifswald wollen ähnlich verfahren, sagte René Domke (FDP). Ostsee im Namen wäre damit kein Alleinstellungsmerkmal.

Siegfried Rakow erinnerte, dass der Name Ostseekreis Wismar im Sonderausschuss des Landkreises ebenfalls diskutiert wurde und nur knapp unterlegen war. CDU-Urgestein Hermann Bollinger hatte dort allerdings sogar vor dem Namensvorschlag gewarnt. Er würde das Kennzeichenkürzel OKW nach sich ziehen, was früher für "Oberkommando der Wehrmacht stand".

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