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Städtische Finanzen werden auf doppische Haushaltführung umgestellt : Wismar bestreitet Rechen-Marathon

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Wie viel ist der Wismarer Marktplatz wert? Das wird in der Hansestadt Wismar gerade ausgerechnet. Der Grund: Ab Januar 2012 werden die städtischen Finanzen auf die doppische Haushaltsführung umgestellt.

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erstellt am 12.Jul.2011 | 08:24 Uhr

Wismar/Grevesmühlen | Wie viel ist der Wismarer Marktplatz wert? Oder die alten Platanen im Lindengarten? Das wird in der Hansestadt Wismar gerade ausgerechnet. Der Grund: Ab Januar 2012 werden die städtischen Finanzen auf die doppische Haushaltsführung umgestellt. Dafür muss zuerst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht werden.

Die Doppelte Buchführung in Konten, daher kommt das Kunstwort Doppik, wird in Wismar parallel zu den Vorbereitungen für die geplante Kreisgebietsreform umgesetzt. Die Hansestadt bereitet deshalb zwei Modelle vor. Einmal für den Fall, dass Wismar kreisfrei bleibt und zugleich ein Haushalt für Wismar als kreiszugehörige Stadt. Zumindest aus Haushaltssicht gäbe es keine Schwierigkeiten bei dem Zusammenschluss. Der Landkreis Nordwestmecklenburg hat die Doppik bereits eingeführt.

"Für uns bedeutet das doppelte Arbeit", sagte Hendrik Fanger. Er ist in der Stadtverwaltung für die Einführung der Doppik verantwortlich. Deshalb schaut auch Fanger gespannt nach Greifswald. Dort entscheidet das Landesverfassungsgericht Anfang August, ob die Kreisgebietsreform kommt oder nicht. Diese sieht vor, dass NWM und Wismar am 4. September zu einem Kreis fusionieren. Die Stadt müsste dann Aufgaben an NWM abgeben. Dagegen klagt sie in Greifswald gemeinsam mit anderen kreisfreien Städten und Landkreisen. Entscheiden die Richter pro Reform gehen beispielsweise Busse und Immobilien zum Landkreis über. Noch sind sie städtisches Vermögen.

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