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Lokales

24. Oktober 2017 | 07:43 Uhr

Wiro erzielt Rekordgewinn

vom

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2010 | 07:41 Uhr

Rostock | Mit einem Rekordgewinn von 12,5 Millionen Euro hat die Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro das Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen. Im Gespräch mit den NNN spricht Geschäftsführer Ralf Zimlich über das Ergebnis, Maßnahmen und Ziele des größten Wohnungsunternehmen Mecklenburg-Vorpommerns, das 36 000 Wohnungen im Bestand hat.

Herr Zimlich, die Bilanz der Wiro für das Geschäftsjahr 2009 weist einen Rekordgewinn aus. Welche Maßnahmen waren aus Ihrer Sicht entscheidend, um diese Entwicklung zu erreichen?

Ralf Zimlich: Es ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen, das zu diesem erfolgreichen Jahresabschluss geführt hat. Zum einen haben wir den Leerstand deutlich reduziert und dadurch höhere Mieteinnahmen erzielt. Parallel dazu konnten wir die Kapitalkosten um mehr als 5 Millionen Euro senken. Wir sind sehr zufrieden. Denn das vergangene Jahr war für die Wiro mit einem Gewinn von 12,5 Millionen Euro so erfolgreich wie keines zuvor.

Wohnungsleerstand ist eine der Positionen. Haben Sie das auch durch Mietnachlässe oder zeitweilige Mietfreiheit für neue Bewohner erreicht?

Wir haben unsere Marketingstrategie grundlegend verändert. Wir sind heute

mit unserem Angebot stärker präsent und wir stimmen unsere Offerte konkret auf die unterschiedlichen Zielgruppen ab. Außerdem bieten wir ein solides

Produkt an und unser Vermietungsteam arbeitet sehr kundenfreundlich.

Die Mieteinnahmen sind laut Wiro-Bilanz gestiegen. Haben Sie die Quadratmeterpreise erhöht?

Im Durchschnitt ist der Quadratmeterpreis um einen Cent in der Nettokaltmiete gestiegen. Das resultiert größtenteils aus Neuverträgen. Im Übrigen haben wir für die meisten Wohnungen den Mietpreis für drei bis fünf Jahre festgeschrieben. Die Zeit der großen Mieterhöhungen ist vorbei.

Sind die positiven Ergebnisse vielleicht der Tatsache geschuldet, dass für Instandhaltung und Modernisierung 2009 weniger ausgegeben wurde?

Nein, hier sparen wir nicht. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr 18 Millionen Euro in den Erhalt des Bestandes investiert. Die Kosten für die Instandhaltung sind bei gleichen Leistungsstandards trotzdem gesunken, weil wir konsequent alle Leistungen ausgeschrieben haben.

Die Wiro ist auch Vermieter für das Gewerbe. Sind in diesem Segment durch die allgemeine Wirtschaftskrise Einbrüche zu verzeichnen?

Für viele Gewerbetreibende war das vergangene Jahr in der Tat nicht einfach.

Der Konsum war sehr verhalten. Trotzdem ist der Vermietungsstand unserer Objekte stabil geblieben. In den zurückliegenden Monaten freuen wir uns über einen positiven Trend. So kann man sich zum Beispiel bei einem Bummel durch die Lange Straße über neue Angebote freuen.

Was bedeutet der gute Abschluss des Geschäftsjahres 2009 für den Haushalt der Hansestadt Rostock?

Wir haben zum Haushalt der Hansestadt mit 12,5 Millionen Euro beigetragen. Und wollen dies als kommunales Unternehmen auch zukünftig leisten.

Wo legt die Wiro künftig die Schwerpunkte?

Unser Anspruch ist es, auf dem Rostocker Immobilienmarkt durch erstklassige Kundenorientierung und ein gutes marktgängiges Produkt zu überzeugen. Dazu gehört auch, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden genau kennen und den Bestand kontinuierlich weiterentwickeln.

Gibt es Absichten, den Wohnungsbestand durch Zukauf zu erweitern?

Ja, der Zukauf von Beständen ist genau wie der Neubau von Mietwohnungen Teil dieser Strategie.

Das sind wir beim Stichwort Mittelmole: Bevor Sie wegen des Bieterverfahrens für das ehemalige Scandlinesgelände - an dem sich die Wiro ja beteiligt hat - ausweichen, eine fiktive Frage: Warum wäre es sinnvoll, wenn die Wiro dort in einen Mietwohnungsbau investiert?

Der Warnemünder Mietwohnungsmarkt ist so angespannt, dass wir lange Wartelisten auf unsere dortigen Wohnungen haben. Dazu kommt die begrenzte Typenvielfalt unserer Warnemünder Wohnungen. Die meisten stammen aus den 30-er Jahren. Seitdem haben sich die Wohnbedürfnisse verändert. Ein kommunales Wohnungsunternehmen sollte für Entlastung auf demMietwohnungsmarkt sorgen.

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