zur Navigation springen
Lokales

11. Dezember 2017 | 01:31 Uhr

Wiro baut Schulden ab

vom

Die Wiro speckt Schulden ab. Um 38 Millionen Euro schrumpft der Milliarden schwere Berg. Weitere 10,2 Millionen Euro Gewinne streicht die Stadt ein. 2008 hat ein absolutes Spitzenergebnis in der Geschichte der Gesellschaft. Das sagt Geschäftsführer Ralf Ziemlich und will das Unternehmen weiter verschlanken.

svz.de von
erstellt am 02.Apr.2009 | 08:16 Uhr

Rostock | Trotz andauerndem Wohnungsleerstand ist Wiro-Geschäftsführer vom Erfolg der Gesellschaft überzeugt. "Wir haben das beste Jahr in der Geschichte der Wiro hinter uns", sagt Geschäftsführer Ralf Ziemlich. Die Hansestadt als Besitzer des Unternehmens wird daran mit 10,2 Millionen Euro profitieren. 16 Millionen Euro sollen es laut Zimlichs Ankündigung in den nächsten Jahren werden.

Jede 14. Wohnung steht leerSolche Pläne erscheinen vor einem Wiro-Schuldenberg in Höhe von 1,2 Milliarden Euro ehrgeizig. "Sind sie aber nicht", sagt er. Das Wiro-Vermögen liegt bei 1,7 Milliarden Euro - inklusive Wohnungen, Grundstücken und Gewerbeflächen. 2008 hat der Konzern erstmalig 38 Millionen Euro getilgt - das Ziel hat sich Zimlich ebenfalls für die kommenden Jahre gesetzt. Und den andauernden Wohnungsleerstand will er auch noch in den Griff bekommen. Jede 14. Wohnung steht frei. Besonders betroffen sind Dierkow, Toitenwinkel, Groß Klein und Lütten Klein. "Aber Rückbauen werden wir nur, wenn gar nichts anderes mehr geht", sagt Ziemlich.

Mit Lockangeboten versucht die Wiro dagegen, auch Studenten in die auf den ersten Blick oft weniger attraktiven Stadtviertel zu ziehen. Mehr Platz für Singles schaffen Handwerker und rüsten große Wohnungen in Ein- und Zweizimmereinheiten um.

Parkhausgeschäft für andereObwohl die Wiro an eben jenen Handwerkern gespart hat. Aufträge wurden neu ausgeschrieben und an billigere Anbieter vergeben. "Jedoch nicht auf Kosten der Qualität", sagt Zimlich. Genau an diesem Punkt soll sich die Wiro als Marktführer etablieren, denn "die Konkurrenz schläft natürlich nicht", sagt der Geschäftsführer. Auch ein Grund, warum sich das Unternehmen in Zukunft mehr auf das Kerngeschäft Wohnungsvermietung konzentrieren soll. "Vom Parkhausgeschäft verstehen andere mehr", sagt er und lässt durchblicken, die Parkhaus Gesellschaft Rostock eventuell bald zum Verkauf stehen werde. Dann, wenn die Wiro wieder 100 Prozent der Anteile hält, zurzeit liegen 90 Prozent bei dem Rostocker Unternehmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen