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Lokales

11. Dezember 2017 | 06:47 Uhr

"Wir wollen die Pfützen weg haben"

vom

svz.de von
erstellt am 19.Aug.2010 | 07:14 Uhr

Wittenberge | In einem Teilstück des Akazienwegs hat die Stadt einen Gully setzen lassen. Trotzdem steht das Wasser in der unbefestigten Straße. Anwohner kritisieren, dass sich der Gully an einer völlig falschen Stelle befindet. Er könne den Weg gar nicht entwässern.

Die Tiefbauabteilung im städtischen Bauamt sagt, man wisse, dass es sich nur um eine punktuelle Lösung handeln kann. Um den Weg grundsätzlich zu entwässern, müsste auf voller Länge eine Regenwasserleitung gebaut werden.

Aufregung im Akazienweg: In der kleinen Stichstraße, die vom großen Akazienweg Richtung Birkenweg abzweigt, steht das Wasser. Die Pfützen konzentrieren sich auf der dem Bentwischer Weg zugewandten Seite. "Das ist doch logisch. Es sind die tiefsten Stellen in der Straße", sagen Heinz-Ulrich Brabandt, Ruhlands und Herr Zeil. Sie sind Anlieger in diesem Teil des Akazienwegs. Dass das Wasser in dem unbefestigten Stück stehen bleibt, kennen sie ja schon. "Früher ist es versickert, heute funktioniert das nicht mehr", sagen sie und führen das auf die zunehmende Verdichtung der Straße zurück. Vor einigen Jahren haben die Grundstücke einen Abwasseranschluss gekommen. Danach sei es besonders schlimm geworden. Alles wäre kein Problem, wenn das Oberflächenwasser aus diesem seitlichen Akazienweg in den richtigen, den großen Akazienweg fließen würde. Der ist befestigt, dort gibt es einen Gully, in den Regen und Tauwasser rinnen.

Aber weder tauender Schnee noch Regen fließen dorthin. "Dem Weg fehlt das Längsgefälle", sagen Anwohner. Das sieht auch Steffi Gottwald von der Tiefbauabteilung aus dem städtischen Bauamt so.

Vor einigen Tagen haben Bauarbeiter einen Gully in dem kleinen Akazienweg gebaut. Bringt er die Lösung? Nein, sagen Bewohner. Sie kritisieren, dass der Einlauf, "an völlig falscher Stelle gesetzt wurde, viel zu hoch". "Wasser fließt nicht bergauf. Es kommt dort gar nicht hin", sagen Brabandt und Zeil. Steffi Gottwald erklärt, weshalb der Gully gerade dort in die Erde kam. Sie sagt, "sicher, er ist ein Notnagel, aber mit ihm können wir wenigstens den vorderen Abschnitt entwässern, mehr funktioniert nicht, eben wegen des fehlenden Längsgefälles".

Um das wenige, das vorhanden ist, optimal zu nutzen, sei der Wassereinlauf dorthin gekommen. Das Nass fließt unterirdisch in Richtung Regenwasserleitung im befestigten Akazienweg. Bewohner sagen, derartige Erklärungen lösen nicht ihr Problem. "Wir wollen die Pfützen weg haben." Die Fachfrau aus der Tiefbauabteilung ist skeptisch. Ohne Regenwasserleitung, die mit dem entsprechenden Gefälle verlegt wird, werde sich grundsätzlich nichts machen lassen. Um das Problem etwas zu entschärfen, hat das Bauamt mit dem Betriebshof gesprochen. Er wird den Weg so weit wie irgend möglich profilieren.

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