Händler in Güstrow erbost über Weihnachtsbaumklau : "Wir lassen uns nicht unterkriegen"

Trotz ständigem Weihnachtsbaumklau halten die Händler aus der Güstrower Domstraße an ihrer Weihnachtsdeko fest: Annegret Dräger, Gabriele Bork  und Grit Bartnik (v.l.). Jens Griesbach
Trotz ständigem Weihnachtsbaumklau halten die Händler aus der Güstrower Domstraße an ihrer Weihnachtsdeko fest: Annegret Dräger, Gabriele Bork und Grit Bartnik (v.l.). Jens Griesbach

Weihnachten - Fest der Liebe und der Besinnung. Doch jedes Jahr aufs Neue machen Vandalen den Händlern in Güstriw einen Strich durch die Rechnung: Bäume und Deko verschwinden spurlos.

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01. Dezember 2010, 09:03 Uhr

Weihnachten - Fest der Liebe und der Besinnung. Jedes Jahr aufs Neue schmücken deshalb die Händler in der Güstrower Domstraße ihre Geschäfte und die gesamte Straße. Dekorierte Weihnachtsbäume stehen an den Geschäftseingängen und über allem trohnt eine aufwendige Straßenbeleuchtung. Alle Händler legen zusammen, um die Kunden aufs Weihnachtsfest einzustimmen und vor allem, um gemeinsam die teure Weihnachtsbeleuchtung finanzieren zu können. Doch jedes Jahr aufs Neue machen Vandalen den Händlern einen Strich durch die Rechnung: Bäume und Deko verschwinden spurlos - einfach geklaut. "Das kennen wir ja schon", sagt Annegret Dräger vom gleichnamigen Sportgeschäft in der Domstraße. "Aber so früh wie dieses Jahr wurden bisher noch keine Weihnachtsbäume gestohlen." Zum 1. Advent hatte sie ihren dekorierten Baum vor den Laden gestellt. Schon am nächsten Morgen war er weg. "Eine große Schweinerei", sagt sie.

Und nicht nur einzelne Bäume verschwinden. "Bis spätestens zum 23. Dezember sind alle Weihnachtsbäume geklaut", sagt Annegret Dräger. Das bestätigt auch Gabriele Bork vom "Teeladen am Dom": "Bis zum Fest wird unsere Straße leer geräumt." Ihren Baum wollten Unbekannte auch schon abreißen. "Aber ich habe ihn ordentlich mit Draht festgemacht", sagt sie. Und Grit Bartnik vom Blumenladen Seemann ergänzt: "Es ist wirklich unmöglich, dass bis zur Woche vor Weihnachten die gesamte Dekoration an der Straße verschwunden ist." Wenn nicht gleich der ganze Baum geklaut wird, stürzen sich die Vandalen auf den daran baumelnden Schmuck. "Wir haben uns schon den Spaß gemacht und täglich die Schleifen nachgezählt - es werden immer weniger", sagt Grit Bartnik.

Doch die Domstraße soll weiterhin weihnachtlich glänzen. "Wir lassen uns nicht unterkriegen und geben nicht auf", bestätigen alle Händler gemeinsam. "Wir wollen, dass unsere Straße, die zum Dom und zum Schloss führt, auch weihnachtlich geschmückt ist", sagt Annegret Dräger. Deshalb haben die Händler auch eine gemeinsame Weihnachtsbeleuchtung angeschafft. Auf rund 1500 Euro belaufen sich die Kosten für das Auf- und Abhängen sowie für die Energiekosten der Beleuchtung jedes Weihnachten.

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