zur Navigation springen
Lokales

20. September 2017 | 09:31 Uhr

Winterdienst: Prignitz rüstet sich

vom

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2010 | 08:37 Uhr

Prignitz | Angesichts der fallenden Temperaturen, die auch in der Prignitz nachts immer öfter den Gefrierpunkt unterschreiten, rüsten die Straßenmeistereien und Betriebshöfe ihre Technik für den Winter aus. "Momentan checken wir die Fahrzeuge durch, überprüfen Streutechnik und Schneepflüge auf ordnungsgemäße Funktion", sagte Günter Stoffers, Leiter der Kreisstraßenmeisterei, auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch Streusalz ist bereits genügend eingelagert. "Der Vorrat beträgt rund 900 Tonnen, das sind 300 Tonnen mehr als im vergangenen Jahr."

Zwar hätte der sehr harte vergangene Winter das Budget der Kreisstraßenmeisterei bereits deutlich strapaziert, Abstriche beim Winterdienst werde es aber nicht geben. "Im Zweifelsfall müssen andere Arbeiten zurückgestellt werden, um den Winterdienst zu finanzieren", so Stoffers.

Insgesamt kümmern sich 19 Straßenwärterinnen und Straßenwärter um die 314 Kilometer Straßen, für die der Kreis die Verantwortung trägt.

Auch die Betriebshöfe der Städte und Gemeinden haben mit den finanziellen Altlasten aus dem vergangenen Winter zu kämpfen. "Was wir im Winter 2009/10 erlebt haben, konnte man nicht planen", sagt Andreas Grieswald vom Wittenberger Stadtbetriebshof. Unsere Mitarbeiter waren neun Wochen im Dauereinsatz, das wird sich künftig sicher in den Gebühren widerspiegeln.

Trotzdem sei man für die kommende kalte Jahreszeit gut gerüstet. "Die Fahrzeuge sind innerhalb kürzester Zeit einsatzklar, 150 Tonnen Salz und 50 Tonnen Sand sind eingelagert."

In Pritzwalk stehen die Winterdienstler ebenfalls in den Startlöchern. "Die Technik steht bereit, sobald es glatt wird, können wir loslegen", so Bernd Raschke vom Städtischen Bauhof. Thomas Brandt, Bürgermeister der Gemeinde Groß Pankow ist ebenfalls optimistisch, dass men gut durch den Winter kommen wird. "Die Schäden, die der vergangene Winter angerichtet hat, sind beseitigt, und mit der Vorbereitung auf den nächsten Winter liegen wir im Plan."

Mit der weißen Pracht kommt auch auf die Anlieger vieler Straßen eine Menge Arbeit zu. Sie müssen beispielsweise in Wittenberge laut Satzung der Stadt den Gehweg vor ihren Grundstücken zwischen 7 und 20 Uhr von Schnee und Glätte frei halten, an Sonn und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr.

Tausalz darf dabei laut Stadtbetriebshof allerdings nicht verwendet werden, es sind nur abstumpfende Mittel wie Sand oder Split zulässig. Auf die Einhaltung der Räumpflicht sollten die Anliger genau achten, denn bei einem Unfall infolge von Glätte vor ihrem Grundstück kann der Betroffene Schadensersatzansprüche geltend machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen