Winterdienst im Dauereinsatz

<strong>Schnee, Wind, Verwehungen,</strong> Regen und Glätte - Die Mitarbeiter des Winterdienstes sind rund um die Uhr im Einsatz. <foto>Thomas Bein</foto>
Schnee, Wind, Verwehungen, Regen und Glätte - Die Mitarbeiter des Winterdienstes sind rund um die Uhr im Einsatz. Thomas Bein

svz.de von
03. Februar 2010, 07:15 Uhr

Prignitz | Verwehungen, festgefahrener Schnee, eisglatte Straßen - für Kraftfahrer gestaltete sich der Weg über Prignitzer Straßen gestern Morgen schwierig. Selbst auf Bundesstraßen wie der 5 oder der 189 bewegte sich der Verkehr häufig nur mit Tempo 60 vorwärts.

Am Winterdienst liege das nicht, der sei "rund um die Uhr im Einsatz", wie Dr. Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebes für Straßenwesen, betont. Und Streusalz fehle auch nicht. "Das passiert bei uns nicht, dass wir nicht mehr streuen können. Wir bekommen regelmäßig Nachlieferungen", erklärt sie. Doch Temperaturen um den Gefrierpunkt, verbunden mit Neuschnee und Wind, Graupel und auch Regen seien "der Supergau für den Winterdienst". Denn dann gebe es nicht nur Verwehungen, sondern taue der Schnee auch an, überfriere wieder. Die Folge sind spiegelglatte Straßen, selbst wenn der Winterdienst vorher gerade gestreut habe. Sie sei selber täglich 50 Kilometer vom Heimat- bis zum Arbeitsort auf unterschiedlichsten Straßen unterwegs, kenne die Probleme der Kraftfahrer. Doch man müsse sich auf das Wetter einstellen, gegebenenfalls mehr Fahrzeit einplanen.

Die Mitarbeiter der drei Straßenmeistereien Perleberg, Pritzwalk und Kyritz, die für die Bundes- und Landesstraßen im Landkreis Prignitz zuständig sind, leisteten bisher 33 600 Einsatzstunden im Winterdienst, rechnet Dr. Mitschka vor. Das sei wesentlich mehr im Vergleich zum Winter 2008/09. Vor allem, was das Schneeschieben anbelangt. Gestreut werden musste im Vorwinter auch nicht wenig wegen der häufigen Frosttemperaturen. In diesem Winter wurden bislang im Bereich der drei Straßenmeistereien 4200 Tonnen Salz verstreut.

Mit rund 1000 Tonnen Salz haben die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei Prignitz in diesem Winter bisher die Straßen abgestumpft. "Wir arbeiten mit der Feuchtsalz-30-Technologie, dabei wird das Salzkorn angefeuchtet, reagiert sofort", beschreibt Günter Stoffers, Leiter der Kreisstraßenmeisterei. Mittels dieses Verfahrens erreiche man mit weniger Salz die gleiche Wirkung. Dennoch verbrauchte die Kreisstraßenmeisterei bislang auch schon 300 Tonnen mehr Streusalz als im Vorwinter.

17 Mitarbeiter sind laut Stoffers rund um die Uhr im Einsatz. Zwei Einsatzleiter koordinierten deren Arbeiten. Dazu kämen Techniker für notwendige Reparaturen der Fahrzeuge. Auch in der Nacht zu gestern sei mit Schneeschiebefahrzeugen geräumt worden. Fast täglich müsse derzeit auch die Schneeschleuder eingesetzt werden, um den Schneeverwehungen Herr zu werden. Das galt auch für Dienstag und die Nacht zu gestern. Kreisstraßen wurden freigeräumt, nachgebessert werden musste gestern noch bei einigen Wegen, auf denen sich aufgrund des Schneeschiebens die Straßen verengt hätten.

Was die Glätte gestern Morgen anbelangt, verweist Stoffers darauf, dass "es teilweise über Nacht geregnet und dann gleich überfroren" habe. Da sei der noch liegende Schnee auf den Straßen sogar ein Vorteil gewesen, weil "es nicht so eisglatt wurde wie bei völlig freigeschobenen Straßen".

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen