Windenergieeinnahmen : Windkraft spült Geld in die Vereine

Vereinsvorsitzende Anke Arndt freut sich über den 500 Euro-Scheck, den ihr die Stiftungsratsmitglieder Michael Menger (r.), Christian Gadow (2.v.r.) und Hans-Ulrich Schwieger (l.) überreichen.
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Vereinsvorsitzende Anke Arndt freut sich über den 500 Euro-Scheck, den ihr die Stiftungsratsmitglieder Michael Menger (r.), Christian Gadow (2.v.r.) und Hans-Ulrich Schwieger (l.) überreichen.

„Bürgerwind-Stiftung Karstädt“ schüttet 3250 Euro aus – Anträge für 2015 dürfen gestellt werden

Leuchtende Augen gestern bei Anke Arndt: Die Vorsitzende des Sport- und Fördervereins Nordprignitz e.V. nahm in der Sporthalle Groß Warnow, Heimstatt der knapp 180 Mitglieder, davon ca. 50 Kinder und Jugendliche, einen Scheck in Höhe von 500 Euro entgegen. Überreicht wurde er von der „Bürgerwind-Stiftung Karstädt“.
Diese Stiftung, gegründet im Dezember 2013 durch die Denker & Wulf AG aus Sehestedt/Schleswig-Holstein als ein führender Windparkentwickler Deutschlands und die Gemeinde Karstädt, hat sich auf die Fahnen geschrieben, „die sozialen, kulturellen, bildungs- und umweltbezogenen Gesellschaftsbedingungen und Lebensverhältnisse in der Gemeinde Karstädt aufzuwerten“.

„Wir haben im Gemeindegebiet über 40 Anlagen errichtet und sehen uns hier auch in sozialer Verantwortung“, begründete Unternehmensmitarbeiter und Stiftungsratsmitglied Michael Menger das Engagement der Denker & Wulf AG. Außer dem Verein Nordprignitz wurden auch TuS Dallmin, die Jugendfeuerwehr Karstädt, der Bürgerverein Groß Warnow, die Kirchengemeinde Blüthen, Feuerwehr Reckenzin sowie der JNWB mit Zuschüssen bedacht. Insgesamt stellte die Bürgerwind-Stiftung 3250 Euro bereit.

Mit der Stiftung und deren Geldern will Karstädt neue Wege bei der Vereinsförderung gehen. So sollen ab 2015 Zuschüsse, die bisher aus dem kommunalen Haushalt flossen, über Stiftungsgelder finanziert werden. „Wir wollen Vereine ermutigen, Anträge zu stellen und aufzuzeigen, wo es Förderbedarf gibt“, betonten die drei Stiftungsratsmitglieder.
Der gestrige Termin sollte zugleich Initialzündung für weitere Unternehmen, aber auch Bürger sein, mit steuerlich absetzbaren Zustiftungen oder Spenden die Bürgerwind-Stiftung zu unterstützen. „Wir haben für 2015 bereits Gelder akquirieren können, freuen uns aber über jeden weiteren Euro“, erklärte Menger.

Anträge sind bei der Gemeinde zu haben. Was Christian Gadow deutlich machte: Sollte Karstädt perspektivisch durch eine Kommunalreform in einem größeren Verwaltungsgebilde aufgehen, bleiben Stiftung und deren Gelder an das jetzt bestehende Gemeindegebiet gebunden.

Dem Stiftungsrat gehören weiterhin Karstädts Bauamtsleiter Christian Gadow und Hans-Ulrich Schwieger, Ortsbeiratsvorsitzender von Dallmin, an.



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