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Lübstorf/Wiligrad : Wiligrader Hochzeiten hoch im Kurs

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Heiraten im Schloss: Besonders beliebt im Schweriner Umland ist Schloss Wiligrad. Das Gebäude im Johann-Albrecht-Stil und die Lage am Schweriner Außensee bilden eine traumhafte Kulisse.

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erstellt am 28.Mär.2011 | 11:39 Uhr

Lübstorf/Wiligrad | Heiraten im Schloss steht hoch im Kurs. Besonders beliebt im Schweriner Umland ist Schloss Wiligrad. Das markante Gebäude im Johann-Albrecht-Stil und die Lage am Schweriner Außensee bilden eine traumhafte Kulisse für den Tag der Tage. Standesbeamtin Gisela Angrick muss bis zu 40-mal im Jahr ihre Unterlagen im Lübstorfer Bürgerbüro einpacken und darf dann Brautleute in den Räumen des Kunstvereins trauen. "Wir haben in Lützow noch einen zweiten Standesamtsbereich", erläutert Iris Brincker, die Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Lützow-Lübstorf. Und auch dort stehen mit den Gutsanlagen Grambow und Kae selow herrschaftliche Anwesen als Hochzeitsorte zur Verfügung. Doch Wiligrad ist der mit Abstand beliebteste Platz für Hochzeiten. Für dieses Jahr liegen bei Gisela Angrick schon 27 Anmeldungen vor. Dabei darf die Standesbeamtin immer nur ein halbes Jahr im voraus Termine vergeben.

Angrick und Brincker gehen davon aus, dass das Schloss auch in Zukunft für Trauungen zur Verfügung steht. Das Land als Eigentümer kann zwar heute noch nicht sagen, wie das Schloss in einigen Jahren genutzt wird. Doch sowohl das Land als auch der Kunstverein Wiligrad - als Mieter - haben Hochzeitspaaren und deren Gästen immer gern die Tür geöffnet. "Wir setzen darauf, dass das so bleibt", so Brincker.

Das Amt Lützow-Lübstorf wird in jedem Fall das Notwendige tun, um Trauungen im Schloss weiterhin zu ermöglichen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass Gisela Angrick weiterhin in Lübstorf ihre Arbeit versehen kann - nicht nur als Standesbeamtin, sondern auch als einzig verbliebene Mitarbeiterin des Amtes im Bürgerbüro. Doch nicht immer bleibt den Einwohnern der Region Lübstorf / Alt Meteln der Weg zum Amtssitz nach Lützow erspart. "Sämtliche Meldeangelegenheiten können derzeit nur in Lützow erledigt werden", berichtet Iris Brincker. Das sei schlicht und einfach ein technisches Problem. Nach einer Lösung werde gesucht, doch im Moment kann sie nicht angeboten werden. Also müssen die Einwohner nach Lützow fahren - und Gisela Angrick auch. Montags ist Lützow ihr Arbeitsplatz. Daraus resultieren auch die veränderten Sprechzeiten im Bürgerbüro von Lübstorf. Nur noch an den üblichen Behördentagen Dienstag und Donnerstag ist dieses von 9 bis 12 sowie von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Weniger Stunden sind das nicht - denn abends steht die Tür im Bürgerbüro nun länger offen. Das gilt übrigens auch für Lützow. An Montagen ist hier von 9 bis 12 Uhr sowie an Dienstagen und Donnerstagen ebenso von 9 bis

12 sowie von 13 bis 18 Uhr geöffnet. "Meldeangelegenheiten können nach Voranmeldung auch außerhalb der Sprechzeiten erledigt werden", hebt die Amtschefin hervor. Das Amt in Lützow ist unter Telefon 038874 - 3020 und das Bürgerbüro in Lübstorf unter Telefon 03867 - 61 26 20 zu erreichen.

Das klare Bekenntnis zum Erhalt des Bürgerbüros in Lübstorf unterstreicht auch Amtsvorsteher Helmut Haberer. Denn bei der Fusion der Ämter Lübstorf / Alt Meteln mit Lützow sei das so vereinbart worden. Da jedoch das Amt selbst nicht mehr so viele Räume braucht, steht das Verwaltungsgebäude in der Wili grader Straße zum Verkauf. Es gibt aber noch keine Bewerber. Und mit der Evangelischen Jugend Schwerin und der Verwaltung für den Friedhof "Waldfrieden am Schweriner See" nutzen zwei Mieter Teile des Gebäudes.

Falls dennoch schnell Bewegung in die Verkaufsangelegenheit kommt, ist die Amtsverwaltung vorbereitet: Das Bürgerbüro würde dann innerhalb von Lübstorf umziehen, betonen Brincker und Haberer.

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