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Revier Pamprin in der Gemeinde Kogel : Wilddiebe enthaupteten Damhirsch

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Als die Jäger Klaus Zabel und Martin Rüchel vor einer Woche im Revier unterwegs waren, trauten sie ihren Augen nicht. Ein kräftiger Damhirsch lag etwa 100 Meter von der Straße entfernt im Wald. Dem Tier fehlte das Haupt.

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erstellt am 21.Jan.2011 | 07:30 Uhr

Kogel | Als Klaus Zabel und Martin Rüchel, sie gehören der Jagdpächtergemeinschaft Pamprin an, vor einer Woche in ihrem Revier unterwegs waren, trauten sie ihren Augen nicht. Ein kräftiger Damhirsch lag dort etwa 100 Meter von der Kreisstraße 5 entfernt im Wald. Dem Tier fehlte das Haupt mit samt der Trophäe. Es handelte sich um einen kräftigen Damhirsch. Wie große das Schalengeweih tatsächlich war, lässt sich jetzt nicht mehr feststellen. Vermutlich ist das Tier um den Donnerstag (13. Januar) herum erlegt worden.

"Wir können davon ausgehen, dass es sich bei dem Tier um keinen jungen Hirsch handelte. Das konnten wir am Körpergewicht feststellen, wir schätzen ein Alter von fünf bis sieben Jahre", erläutert Klaus Zabel unter Hinweis darauf, dass diese Wilddieberei bei der Polizei in Boizenburg angezeigt wurde.

Offensichtlich haben der oder die unbekannten Täter den Hirsch im Schutz der Dunkelheit und möglicherweise auch mit Hilfe von starken Lampen erst geblendet und dann geschossen. Das Tier hatte einen Einschuss und wurde außerdem etwas mehr als einhundert Meter vom Tatort weggeschleppt. "Dann entfernten die Täter fachgerecht das Haupt mit der Trophäe. Haupt und Geweih sind verschwunden", erläutert Klaus Zabel weiter. Nach seinen Worten handelt es sich um eine reine Trophäenjagd, weil das erlegte Tier nicht aufgebrochen wurde, wie es das jagdliche Brauchtum verlangt. Den Jagdpächtern sind in der Vergangenheit öfter Fahrzeuge mit fremden Kennzeichen in ihrem Revier aufgefallen, die zudem Scheinwerfer an ihren Fahrzeugen hatten. Für Zabel ist der aktuelle Fall ein Beweis dafür, dass es im Revier Pamprin Wilddieberei gibt. "Wir können nicht ausschließen, dass die Wilddiebe möglicherweise auch in den Nachbarrevieren Kogel, Gallin oder Nieklitz ihr Unwesen treiben", will der Jäger aus Kogel die Öffentlichkeit sensibilisieren. Es spricht vieles dafür, dass der Damhirsch sterben musste, weil er ein stattliches Geweih hatte, die Täter waren scharf auf die Schaufeln.

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