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Hansa trainiert auf Frostboden : Wiemann will es den alten Kollegen zeigen

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Trainer Peter Vollmann hatte bei minus 7,5 Grad ein Einsehen und beließ es gestern bei einer einstündigen Übungseinheit für den FC Hansa. Als einer der wenigen übte Michael Wiemann trotz des Frostes in kurzen Hosen.

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erstellt am 13.Jan.2011 | 01:41 Uhr

Rostock | Trainer Peter Vollmann hatte bei minus 7,5 Grad ein Einsehen und beließ es gestern bei einer einstündigen Übungseinheit für die Profis des FC Hansa, Tabellenführer der 3. Fußball-Liga.

Bei minus 7,5 Grad in kurzen Hosen

Als einer der wenigen übte Michael Wiemann trotz des Frostes in kurzen Hosen. Vielleicht, weil er besonders heiß ist auf die bevorstehende Partie bei Rot Weiss Ahlen?! "Ich komme ja aus der Ecke, habe vorher zehn Jahre dort gespielt (seit der C-Jugend, später u. a. 50 Einsätze und ein Treffer in der 2. Bundesliga - d. Red.), kenne da Hans und Franz, und von daher freue ich mich schon auf das Spiel und will es meinen alten Kollegen zeigen", so der gebürtige Beckumer, der der münsterländischen Heimat zeit seines bislang 23-jährigen Lebens treu blieb - bis er zur Saison 2010/11 nach Rostock wechselte.

So kommt es auch, dass er am Sonntag ab 14 Uhr im Wersestadion auf die Unterstützung einer eigenen kleinen Fangemeinde bauen kann: "Mutter, Schwiegervater, Geschwister, Nachbarschaft, Freunde, da kommen schon viele Leute. Ein paar sitzen neutral auf der normalen Tribüne, ich denke aber, dass einige vielleicht auch im Gästeblock sein werden."

Zum Abschluss der Hinrunde "gehen wir wie immer mit dem Ziel in die Begegnung, einen Sieg einzufahren. Das ist in Ahlen nicht anders. Zumal wir jetzt wieder zweimal gut gespielt und gewonnen haben (bei Wehen Wiesbaden 2:1, Regensburg 5:0 - d. Red.) und damit auch weiter an Selbstvertrauen gewannen."

Doch wird die Partie in der einstigen Glückauf-Kampfbahn überhaupt stattfinden können? "Generell", spricht Wiemann aus Erfahrung, "ist in Ahlen der Rasen öfter mal sehr schnell schlecht. Gleich nebenan ist ja der Fluss Werse. Ich glaube, die haben ein bisschen Probleme, dass das Wasser da abfließt. Jedenfalls dauert das immer bisschen länger."

Genau deshalb fiel bereits die Begegnung RWA - VfB Stuttgart II schon zweimal aus - einmal wegen Überschwemmung, dann, weil das Wasser gefror und sich Eisplatten auf dem Rasen bildeten. Nächsten Mittwoch soll es im dritten Anlauf endlich klappen.

Doch gegenwärtig ist noch nicht mal klar, ob überhaupt am Sonntag gespielt werden kann. Zwar gibt es im Wersestadion eine Rasenheizung, aber die bleibt aus Kostengründen aus. Morgen soll die Platzkommission eine Entscheidung treffen.

Auch in Rostock bleibt Rasenheizung aus

Dass sie grünes Licht gibt, davon geht man beim FC Hansa fest aus und ist deshalb dabei, sich so gut wie möglich auf die in Westfalen zu erwartenden Bedingungen einzustellen. Darum wird auch auf dem Trainingsplatz oberhalb der Kopernikusstraße die Rasenheizung nicht eingeschaltet. "Die Spieler", so Peter Vollmann, "sollen sich an den hart gefrorenen Boden, an das entsprechende Schuhwerk usw. gewöhnen. Deshalb stehen in dieser Woche auch verstärkt Spielformen auf dem Plan."

Verlassen können will sich der Coach in Ahlen in erster Linie wieder auf seine Abwehr-Viererkette, aus der Peter Schyrba, Sebastian Pelzer und Michael Wiemann in allen bisher 18 Partien von Anfang bis Ende dabei waren. "Das freut einen natürlich", sagt Letzterer, "wenn man immer wieder auflaufen darf und bisher verletzungsfrei durchgekommen ist. So kann es weitergehen. Allerdings habe ich vier gelbe Karten (wie auch Pelzer - d. Red.), da kann es passieren, dass ich demnächst vielleicht einmal zuschauen muss."

Wiemann hat in der laufenden Serie auch schon drei Tore erzielt - alle vom Strafstoßpunkt. "Vor dem ersten Punktspiel hatten sich zwei, drei Leute als Schützen gemeldet. Dann gab es den ersten Elfmeter in Erfurt, Mo Lartey und ich hatten einen kurzen Dialog auf dem Platz, da haben wir das geklärt. Ich verwandelte zum 1:0-Sieg, und seitdem schieße ich", erzählt der Blondschopf, wie er zum Elfmeterschützen Nr. 1 beim FC Hansa wurde.

Logisch, dass er gerade bei Rot Weiss Ahlen zu gern erneut treffen würde - dann ja vielleicht auch mal aus dem Feld, z. B. nach einer Ecke?! So erzielte Michael Wiemann seinerzeit auch sein einziges Zweitliga-Tor.

HANSA INTERN

Heute und morgen ist jeweils einmal um 14 Uhr Training.
Für die Zugverbindungen am Sonntag zwischen 5 und 13 Uhr von Rostock nach Ahlen (über Hamburg, Uelzen und Hannover), zwischen 7 und 9 Uhr von Lübeck nach Uelzen sowie ab 16 Uhr von Ahlen über Hannover, Uelzen, Lüneburg, Hamburg und Büchen nach Rostock besteht Glasflaschenverbot. Bei Zuwiderhandlung oder Weigerungen droht ein Platzverweis.


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