zur Navigation springen

Auseinandersetzung dauert schon Jahre : Wieder Ärger an der A 24

vom

Eine unangenehme gerichtliche Auseinandersetzung, die die Stadt längst für erledigt hielt, kommt jetzt als Bumerang zurück. Es geht um ein etwa acht Hektar großes Grundstück direkt an der A 24.

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2011 | 08:26 Uhr

Wittenburg | Die Brisanz der jüngsten Sitzung der Wittenburger Stadtvertretung lag dieses Mal nicht unbedingt in den Beschlussvorlagen, sondern im Bericht des Bürgermeisters Norbert Hebinck. Und der musste seine Stadtvertreter gleich über eine unangenehme gerichtliche Auseinandersetzung informieren, die die Stadt längst für erledigt hielt und die jetzt als Bumerang zurückkommt. Es geht um ein etwa acht Hektar großes Grundstück direkt an der A 24 (in Fahrtrichtung Hamburg auf der rechten Seite), das seit vielen Jahren zum Verkauf steht und mit dessen Besitzer, der in Hessen wohnt, die Stadt sehr langwierige Auseinandersetzungen führte. Nach einer gerichtlich verfügten vorläufigen Enteignung schien die Sache entschieden und die Stadt Wittenburg auf der sicheren Seite.

Doch das Blatt scheint sich zu wenden, wie Bürgermeister Hebinck in seinem Bericht an die Stadtvertreter bemerkte. Es könne sogar sein, dass die Enteignung rückgängig gemacht würde, eine Straße abgerissen werden müsste und mehrere Firmen dann keine Zuwegung mehr hätte. Noch läge das Urteil des Schweriner Verwaltungsgerichtes in der Sache nicht vor und noch könne die Stadt Wittenburg nicht glauben, dass die Sache so ausgehe.

Im schlechtesten Fall geht es für Wittenburg sogar um die Rückzahlung von Fördermitteln. In der Verwaltung und in der Vertretung ist man ob der schon seit Jahren geführten Auseinandersetzungen nur noch genervt. Vor allem, weil es aus Sicht der Stadt sehr viele Angebote an den Besitzer gegeben hat, nach dessen Vorstellungen auch B-Pläne aufgestellt und auch die jetzt zur Diskussion stehende Straße gebaut wurde. Im Kern geht es bei dem Streit nach SVZ-Informationen um sehr unterschiedliche Preisvorstellungen bei der Vermarktung des für Investoren eigentlich attraktiven Geländes. Selbst im besten Fall sind in Wittenburg derzeit maximal 13 bis 14 Euro den Quadratmeter zu erzielen. Das Autobahngrundstück ist unbeplant und wäre somit preiswerter. Das jedoch deckt sich nicht mit den Preisvorstellungen des Besitzers.

Amt für Landwirtschaft kündigte Mietverträge in Wittenburg

Gleichfalls unerfreulich war die Information im Bericht des Bürgermeisters, dass das Amt für Landwirtschaft seine Mietverträge gekündigt hat. Hintergrund ist die Umstrukturierung, Teile der Behörde gehen nach Schwerin. Wittenburg befürchtet nun nicht zu Unrecht große Nachteile für die Wobau und will nun schnell einen Plan entwickeln, wie die zu erwartenden Verluste bei den Mieteinnahmen aufgefangen werden können. Versuche, die Kündigungen wenigstens abzumildern oder hinauszuzögern hätten, so Hebinck, leider nicht zu Erfolgen geführt.

Keine Anwohnerparkplätze am Spiegelberg

Zu den wenigen Beschlüssen der Vertretung gehört der über möglichen Anwohnerparkplätze am Spiegelberg. Mit diesem Thema hatte sich der Bauauschuss der Vertretung beschäftigt. Und dieser war zu keinem einheitlichen Ergebnis gekommen. Unklar war wohl nicht nur die Zahl sondern auch die Handhabung der Parkplatzreservierung. Zudem, das wurde in der Dikussiin klar, wurde Folgeanträge aus anderen Straßen befürchtet. Zudem könnten Anwohner des Spiegelbergs bei der Parkplatzsuche in anderen Straßen und Bereich ausweichen, zur Not auch auf den Amtsberg. So bleibt es bei der gegenwärtigen Regelung, dass es keine Anwohnerparkplätze im Bereich Spiegelberg geben soll, vier Stadtvertreter stimmten dagegen. Zu denen, die mit diesem Beschluss überhaupt nicht einverstanden waren gehörte der Anwohner Julian Fink. Seiner Meinung nach ist schon der wirkliche Bedarf nicht wirklich geprüft worden.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen