zur Navigation springen
Lokales

23. August 2017 | 10:14 Uhr

Wie gehts weiter am Roten See?

vom

Brüel | "Die wollen mich nicht mehr", sagt Jörg-Peter Krüger gegenüber SVZ. Und meint damit die Stadt Brüel. Krüger ist Pächter der Blockhütte und des Zeltplatzes am Roten See und befindet sich derzeit, "in einem rechtsleeren Raum", wie er sagt.

Langfristig planen wolle er deshalb jetzt nicht und auch nicht an die schon für den 2. Oktober in der Blockhütte angekündigte Ausstellung denken, die Brüeler mit ihren Urlaubsfotos bestücken sollten. Die für den nächsten Sonnabend vorgesehene Pilzwanderung mit Ausstellung werde aber stattfinden, kündigt Jörg-Peter Krüger an.

Er habe zurzeit keinen gültigen Pachtvertrag, der alte sei gekündigt und einen neuen gebe es noch nicht, erklärt er.

Seit 2002 bewirtschaftet Krüger die Blockhütte und den Campingplatz am Roten See über einen Pachtvertrag.

"Wir möchten als Stadt natürlich, dass es am Roten See ordentlich auf geschäftlicher Basis weitergeht. Sonst hätten wir wohl nicht so umfangreich investiert", erklärt Brüels Bürgermeister Jürgen Goldberg. "Es möchte niemand Herrn Krüger vom Roten See weghaben", sagt er. Der Bürgermeister bestätigt, dass es derzeit keinen gültgen Pachtvertrag gibt. "Wir haben am Roten See seit dem Frühjahr eine neue Situation durch die umfangreichen Investitionen, die dort in einem ersten Schritt durchgeführt worden sind. Der alte Pachtvertrag entsprach nicht mehr den aktuellen Bedingungen. Deshalb gab es viele Gespräche mit Herrn Krüger, dem Amt und der Stadt", erklärt Goldberg und zeigt sich umso mehr enttäuscht von der jetzigen Situation.

Die Stadt hatte im vergangenen Jahr mit Einsatz umfangreicher Förder-, aber auch Eigenmittel das Badehaus saniert und den Steg neu gebaut. Nicht zuletzt der Fördermittelgeber hatte auch die Nutzung des Badehauses eingeschränkt. Sie sei vor allem für Wanderer- und Radtouristen gedacht und im Badehaus soll auch der Rettungsschwimmer seinen Platz haben.

In den Gesprächen, so der Bürgermeister, sei weitestgehend Einigkeit erzielt worden, so dass ein Pachtvertrag und ein Dienstleistungsvertrag ausgearbeitet wurden, deren Abschluss Ende Juli erfolgen sollte. Durch die Stadtvertretung ermächtigt, haben dann er als Bürgermeister und sein Stellvertreter Burkhard Liese unterschrieben. "Als Rückmeldung von Herrn Krüger kam ein neues Angebot", sagt Goldberg. Die Thematik beschäftigt heute Abend auch den Hauptausschuss der Brüeler Stadtvertretung.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Aug.2010 | 07:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen