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Lokales

20. November 2017 | 14:59 Uhr

Werften im Überlebenskampf

vom

svz.de von
erstellt am 02.Jan.2011 | 07:24 Uhr

Rostock | Für die größten Rostocker Werften war 2010 wie 2009 ein schwieriges Jahr. Doch während es bei Nordic Yards kriselte, gewann die Neptun Werft neue Kunden hinzu.

%_rot-auszeichnung_%Nordic Yards%__rot-auszeichnung_%Von den ehemals 2400 Schiffbauern beim Vorgänger von Nordic Yards, Wadan Yards, haben in Warnemünde gerade mal 100 die Insolvenz überlebt. Die meisten anderen blieben nach Auslaufen der Transfergesellschaft am 31. Juli dieses Jahres auf der Strecke - es fehlten die Aufträge. Nachdem am 19. Januar das Containerschiff "Porto" an die Reederei F. Laeisz übergeben wurde, kamen die Arbeiten am Warnemünder Werftstandort bis November zum Erliegen. Der erste Anschlussauftrag besteht in der Fertigstellung eines Containerschiffs.

Das sichert den Mitarbeitern Beschäftigung bis Ende Mai 2011. Anschließend droht ihnen dasselbe Schicksal wie ihren ehemaligen Kollegen. Etwas besser geht es den Angestellten am Standort Wismar. Dort arbeiten derzeit etwa 700 Leute an einem eisbrechenden Tanker für den russischen Konzern Norilsk Nickel. Auftragswert: rund 100 Millionen Euro. Das Schiff soll Ende September 2011 ausgeliefert und vorwiegend auf den nördlichen russischen Seewegen eingesetzt werden.

%_rot-auszeichnung_%Neptun werft%__rot-auszeichnung_%Trotz eines schwierigen Jahres hat die Neptun Werft mehrere Aufträge in Millionenhöhe an Land gezogen. Als Rettungsanker für die derzeit 370 Mitarbeiter und mehr als 70 Auszubildenden erwies sich der Bau von Flusskreuzern. Im Februar hat die Werft die "Arosa Viva" ausgeliefert, Ende Juni legte sie die "Arosa Brava" auf Kiel. Als neuer Großkunde konnte die Schweizer Reederei Viking Cruises gewonnen werden, die Ende Mai den Flusskreuzer "Viking Prestige" bestellte. Bei dessen Kiellegung im November verkündeten die Vertragspartner außerdem die Option auf vier weitere Schiffe, deren Auftragswert im dreistelligen Millionenbereich liegt. Außerdem wird im kommenden Jahr eine Doppelendfähre für die Wyker Dampfschiffs-Reederei gebaut. Im Juli dieses Jahres wurde der letzte von vier Gastankern abgeliefert.

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