Wer will fleißige Handwerker sehn?

Derzeit wird in der Kita auch emsig gespachtelt und geputzt.
Derzeit wird in der Kita auch emsig gespachtelt und geputzt.

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22. Dezember 2009, 09:03 Uhr

Perleberg | Seit dem 30. November gehen in der Awo-Kita "Villa Märchenland" die Handwerker aus und ein. Die untere Etage gehört ihnen, die Jüngsten aus der Krippe "wohnen" jetzt im Märchenzimmer im Keller und die Großen aus dem Hort sind gar außer Haus untergebracht.

"Nicht ganz leicht zu händeln", gesteht Kita-Leiterin Christine Schmidt. Zwei Standorte, das bindet zwei Kollegen, Geschwisterkinder können nicht gemeinsam in Hort und Kindergarten. Doch die Aussicht auf das Neue stimmt sofort versöhnlich, Neugier und Vorfreude machen sich breit. Denn der Krippenbereich wird komplett erneuert. Es gibt kaum ein Gewerk, das hier die nächsten Wochen nicht sein Tun haben wird, denn der Fußboden muss gemacht werden, die Decken abgehangen, die E-Leitungen erneuert werden und auch neue Türen wird es geben. Besonders gespannt sind alle schon auf den Sanitärbereich, von dem es dann auf direktem Weg und nicht mehr über den Flur in den Gruppenraum geht. "Eine enorme Erleichterung für die Kollegen und für die Großen unter den Kleinen ein Schritt auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Denn sie können dann mal zeigen, dass sie schon ganz alleine die Hände waschen können oder es auf die Zwergentoilette schaffen."

176 000 Euro werden in den längst fälligen Umbau in diesem und nächsten Jahr investiert, 133 900 Euro fließen als Fördermittel vom Land im Rahmen der Krippenförderung für Kinder von Null bis drei Jahren. "Für 2000 Euro können wir auch die Ausstattung noch erneuern", freut sich die Kita-Leiterin. Sie rechnet damit, dass im März die Krippenkinder ihr neues Domizil beziehen können und die 30 Grundschüler dann auch wieder den Hort in der "Villa Märchenland" besuchen. Jetzt sind die 1. und 2. Klassen zu Gast in der Awo-Wohngemeinschaft und die 3. und 4. Klassen im Hort Regenbogen. "Wir versuchen aber, auch unter diesen Bedingungen den Kinder zu offerieren, dass sie zusammen und dazu gehören", betont Christine Schmidt. So habe man jetzt erst wieder gemeinsam die Theateraufführung im "Effi" besucht.

Den Krippenkindern wollte man nicht eine ungewohnte Umgebung für die Zeit des Umbaus zumuten und auch nicht die vielen Treppen ins Obergeschoss. Also zogen sie in den Keller, der Sportraum und das Märchenzimmer gehört nun ihnen und an die Tische im Essenraum haben sie ihre kleinen Stühlchen mit rangestellt.

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