Einkommens- und Budgetberatung Rostock e.V. zu Gast bei Grundschülern : Wenn das Taschengeld nicht reicht

Die Mädchen und Jungen der Klasse 3b beschäftigten sich gestern mit dem Thema Taschengeld. Michael Seifert
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Die Mädchen und Jungen der Klasse 3b beschäftigten sich gestern mit dem Thema Taschengeld. Michael Seifert

Was muss ich beim Einkaufen beachten, damit ich mit meinem Taschengeld auskomme? Dieser und vielen anderen Fragen gingen die Mädchen und Jungen der Klasse 3b der Fritz-Reuter-Schule Zarrentin nach.

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25. Februar 2011, 09:31 Uhr

Zarrentin | Welche Gummibärchen und Schokoküsse sind von einem Markenhersteller und welches nicht? Erkennt man das an Geschmack, Geruch und Farbe? Muss das, was teuer ist, auch gleich automatisch besser schmecken als billigere Produkte? Was muss ich z.B. beim Einkaufen beachten, damit ich mit meinem Taschengeld auskomme? Diesen und vielen anderen Fragen gingen gestern die Mädchen und Jungen der Klasse 3b der Fritz-Reuter-Schule Zarrentin nach, und dabei war ihnen Sybill Lüdtke eine große Hilfe. Als Beraterin der eibe, der Einkommens- und Budgetberatung Rostock e.V. , weilt sie als Mitglied des eibe-teams, staatlich anerkannt als Einrichtung der Weiterbildung und als geeignete Stelle im Insolvenzverfahren, schon seit vielen Jahren an der Schule in der Schaalseestadt.

Eingeladen von der Schulsozialarbeiterin Kerstin Brillowski führt Sybill Lüdtke gemeinsam mit den Grundschülern Präventionsveranstaltungen zum Thema Taschengeld durch. "Anliegen dieser Veranstaltungen ist es, den Kindern ganz bewusst ein kritisches Verbraucherbewusstsein zu vermitteln. Das Thema in den Stunden in den Klassen 3a,b, und c war in dieser Woche ,Hife - ich bin pleite! und da drehte sich alles rund um das Taschengeld", so Sybill Lüdtke. "Und die Mädchen und Jungen machen gut mit, sie kennen schon den Wert des Geldes, sie sind recht offen, wenn es darum geht, über dieses Thema zu reden. Bei älteren Schülern haben sich da schon feste Verbrauchervorstellungen herausgebildet."

Kinder sind wichtige Meinungsmacher in der Familie, wenn es z.B. darum geht, ein Auto zu kaufen, da haben sich die Kleinen auch eingemischt und Vorstellungen bis hin zu den Farbwünschen geäußert. Auch in der Werbung, wie so bei Waschmitteln, kommen immer wieder Kinder vor. Die Mädchen und Jungen beschäftigten sich mit einem in der Zeitung erschienenen Beitrag, in dem zwei Kinder nicht mit ihrem Taschengeld auskommen. "Die Schüler haben da in Gruppen gearbeitet, Ideen gesammelt, um den Kindern zu helfen, wie sie mit ihrem Geld klarkommen. Wichtig ist, dass die Mädchen und Jungen aus eigenem Erleben selber tätig werden, aus eigener Erfahrung schöpfen. Danach werden die Ideen verarbeitet, alles wichtige rund ums Taschengeld besprochen, auf Einkaufsfallen in Supermärkten hingewiesen, auf die Tricks, wie schon die kleinen Konsumenten zum Einkaufen verleitet werden sollen, die Kinder geben ja doch das meiste Geld für Naschereien aus.

In diesem Zusammenhang erläuterte Sybill Lüdtke auch den Fakt, dass viele Eltern schon mit der Einschulung den Kindern kleine Beträge zukommen lassen - sicherlich auch deshalb, um ihren Sprösslingen den richtigen Umgang mit dem Geld beizubringen. Aber: Es gibt für die Kinder kein Rechtsanspruch auf Taschengeld, so Sybill Lüdtke, aber damit wird sie den Kindern sicher nichts neues erzählt haben. "Wir haben schon seit fast sieben Jahren auf dieser Strecke in Sachen Präventionsarbeit gut zusammen", ergänzt Schulsozialarbeiterin Kerstin Brillowski. "Diese Veranstaltungen sind bei den Schülern und Lehrern sehr beliebt, und das steht bei uns auch jedes Jahr im Plan der Schulsozialarbeit festgeschrieben." Auch Sybill Lüdtke, die übrigens von Rostock aus landesweit im Bildungsauftrag zu Finanzthemen an Schulen unterwegs ist, kommt auch immer wieder gern nach Zarrentin. Und auch zu den Größeren, so hatte sie schon Veranstaltungen in den Abgangsklasssen. "Die jungen Leute interessierte da vor allem das Thema ,Meine erste eigene Bude und die damit verbundenen Kostenfaktoren."


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