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Lokales

22. Oktober 2017 | 19:46 Uhr

Wemag-Kunden pflanzen Klimawald

vom

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2011 | 06:58 Uhr

Roggendorf | "Wir pflanzen hier heute einen Klima- und einen Friedenswald", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, am Sonnabend im Grünen zwischen Roggendorf und Ziethen an der B 208. Er war wie fast 800 Kunden der Wemag der Einladung des Energieversorgers gefolgt, an der ehemaligen innerdeutschen Grenze einen Klimawald anzupflanzen. Für diese Aktion hat die Wemag 20 000 Waldaktien erworben, mit denen auf einer Fläche von 200 000 Quadratmetern ein Mischwald angelegt wird, der 16 000 Tonnen Kohlendioxid binden kann. Damit investiert die Wemag 200 000 Euro in den Umweltschutz.

Backhaus betonte, dass auch er im Grenzgebiet der ehemaligen DDR aufgewachsen sei und es bedeutend sei, gerade an dieser Stelle einen Wald anzupflanzen. "Wir machen das heute auch in gedanken an die Menschen, die direkt am grenzzaun lebten", sagte der Minister und fügte hinzu, dass Kritik, ein sichtbares Denkmal der Geschichte würde versteckt, unangebracht sei. Vielmehr lobte er den Energieversorger für sein Engagement für Erneuerbare Energien und den Klimaschutz sowie die Bemühungen, auch über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich zu sein. Denn ein großer Teil der Baumpflanzer am Sonnabend waren Hamburger und Schleswig-Holsteiner, die seit kurzem Gaskunden der Wemag sind. 10 000 Kunden beliefert das Unternehmen allein in Hamburg.

Mit dieser Aktion hält die Wemag etwa die Hälfte der bisher verkauften waldaktien in Mecklenburg-Vorpommern. "Kein anderes Unternehmen unseres Landes renaturiert in dieser Größenordnung Waldflächen", freute sich Till Backhaus. Aus seiner Sicht dringend notwendig, ist doch MV eine der waldärmsten regionen Deutschlands. Der Anteil von 22 Prozent soll in den nächsten Jahren gesteigert werden, auch um die Artenvielfalt im Tier- und Pflanzenreich zu erhöhen.

Die Wemag-Kunden sowie Backhaus und der Vorstand des UNternehmens setzten am Wochenende zunächst 10000 junge Bäume auf dem dreißig Fußballfelder großen Areal. Weitere Setzlinge werden von Mitarbeitern der Landesforst, die auch den Pflanztag am Sonnabend unterstützten, gepflanzt. So wird ein Mischwald aus Stiel- und Traubeneichen, Hainbuchen und Winterlinden und weiteren wertvollen Laubgehölzen wachsen.


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