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Lokales

24. September 2017 | 19:46 Uhr

Weiter offene Fragen nach Brand in Kukuk

vom

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2010 | 09:18 Uhr

Kukuk | Die Inhaber der Kukuker Gaststätte Gaststätte "Western Saloon - Wild West", Wolfgang und Elke Beyer, sind nach dem Feuer in ihrem Haus dankbar und beunruhigt zugleich. Der bekannte Western Saloon stand am vergangenen Dienstagabend in Flammen. Diese wurden von Feuerwehren aus Hohen Pritz, Dabel und Sternberg rasch gelöscht. (SVZ berichtete ausführlich). Und noch ist die Frage nach der Ursache völlig offen.

Die Eigentümer, die inzwischen ein klein wenig Abstand zu den Geschehnissen haben, sind voller Dankbarkeit für die Kameraden der Feuerwehren. "Ihr superschnelles Eintreffen und Eingreifen, das sehr umsichtige Vorgehen - auch mit Wasser - hat größeren Schaden verhindert. Es ist gut und beruhigend dass es so engagierte Menschen in unserem Umfeld gibt", unterstreichen die beiden. Und richten auch einen besonderen Dank an ihren Nachbarn Karl Heinz Stübe, der das Feuer rechtzeitig gesehen und sofort die Feuerwehr alarmiert hatte.

Nach Aussage von Kamerad Frank Werner von der Dabeler Feuerwehr wäre zehn Minuten später nicht mehr viel zu retten gewesen. "Zehn Jahre harte Arbeit und eine Existenz wäre vernichtet worden", machen die Beyers die möglichen Folgen deutlich. "Die meisten von den Kameraden kennen den Saloon und verbinden schöne Erinnerungen damit. Man sah ihnen an, wie betroffen sie waren", erinnert sich Elke Beyer an die Brandnacht.

Geringe Zeit für großes Feuer

Die Inhaber des Saloons hoffen allerdings, dass nun durch die Polizei restlos aufgeklärt wird, was die Ursache des Brandes war, der Dach, Holzverschalung und Giebel des Hauses arg beschädigte und einen Schaden von geschätzten 20 000 Euro verursachte.

In einer ersten Untersuchung am Brandtag gingen die Beamten von einer defekten und verschmorten Telekommunikationsverteilerdose aus. Sie könnte den Brand verursacht haben, so die Vermutung. Elke und Wolfgang Beyer, die auch Rücksprache mit dem Telekomunikationsunternehmen hielten und deren Spezialisten auch vor Ort Untersuchungen anstellten, bezweifeln dies, auch wegen der Unstimmigkeiten in der zeitlichen Abfolge. "Die Sirenen der Feuerwehr gingen 20.44 Uhr. Das ist aktenkundig. Nur vier Minuten zuvor wurde das Telefon ausgeschaltet. Reichen diese vier Minuten aus, um einen Brand von dieser Größenordnung zu entfachen", formuliert Elke Beyer ihre Zweifel. Diese werden übrigens (und verständlicherweise) auch von dem Telekomunikationsunternehmen geteilt, das auch auf die relativ geringe Leistung der Dose von nur 60 Watt verweist. Und dann sind da noch die zwei Brandflecken im Mauerwerk, heute noch gut sichtbar. Ihre Vermutung: Könnte da nicht etwas Brennbares hinter die Verkleidung gesteckt worden sein?

Elke Beyer meinte, dass eine defekte Dose nicht die wirkliche Ursache des Feuers gewesen sein könne und hofft auf rasche Aufklärung. Sie vermutet, dass es eher umgekehrt war und das Feuer die Dose zerstörte. "Die Polizei sollte die Untersuchung nicht fallen lassen oder zu den Akten legen. Erst dann kann auch in unserem Innersten wieder Ruhe einkehren", ist sie sicher.

Klaus Wiechmann, der Pressesprecher der Polizeidirektion Schwerin, hatte gestern auf Anfrage keine neue Erkenntnisse zur Brandursache. Nach wie vor sei die Telefonverteilerdose im Fokus der Untersuchungen. "Wir erwarten ein qualifiziertes Urteil eines Sachverständigen, der jetzt die detailierten Untersuchungen durchführt. Erst dann kann man etwas dazu sagen", so Klaus Wiechmann.

Für Wolfgang und Elke Beyer geht der Gaststättenbetrieb in der kommenden Woche wieder weiter. "Ab 28. Oktober haben wir wieder Donnerstag bis Sonnabend von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Sonntags von 11.30 Uhr bis 17 Uhr". Glücklicherweise blieb der Gastraum vom Feuer weitestgehend verschont. Und das beschädigte Dach wurde als erste Reparatur schon wieder dicht gemacht, berichtete die Kukukerin. Der Giebel muss allerdings noch saniert werden.

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