Weihnachtsmarkt: Polizei sichert scharf

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23. November 2010, 11:10 Uhr

Rostock | Die Terrorwarnung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wirft ihren Schatten auch auf den Rostocker Weihnachtsmarkt, der am Sonnabend offiziell eröffnet wird. Er zählt mit erwarteten anderthalb Millionen Besuchern zu den so genannten weichen Zielen. Deshalb setzt die Polizei auf Abschreckung durch verschärfte Präsenz. Im Bereich des Rathauses und des Radisson Blu Hotels sollen Beamte mit Schutzweste und Maschinenpistolen aufziehen. "An den zwei Punkten sind wir etwas martialischer präsent", sagt Rostocks Polizeichef Peter Mainka.

Außerdem werden Streifen rund um die Uhr Patrouille laufen. "Wir wollen der Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit vermitteln", sagt Mainka. Der normale Weihnachtsmarktbesucher werde die verstärkte Polizeipräsenz aber kaum bemerken. Ziel sei es eher, die Schausteller und Händler zu sensibilisieren. "Alle Aussteller werden von uns aufgesucht", sagt Mainka. Mit ihnen gibt es morgen ein zusätzliches Treffen.

Hysterie hält der Polizeichef aber für unangebracht. "Wir wollen keine Panik", sagt er. Seine Beamten seien auf die Situation vorbereitet und würden nicht gleich hektisch, sollte eine herrenlose Plastiktüte auftauchen. Allerdings werden sie neben dem Weihnachtsmarkt noch durch andere Großereignisse wie den geplanten Castortransport belastet.

Die Kriminalität auf dem Weihnachtsmarkt ist laut Mainka in den vergangenen Jahren rückläufig. Hauptsächlich handele es sich dabei um Körperverletzungen und Diebstähle. Spezielle Jugendschutzstreifen werden die Ausgabe von Alkohol an Minderjährige kontrollieren.

Insgesamt finden im Norden 100 Weihnachtsmärkte statt. Die NNN zeigen die komplette Übersicht.

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