Weiblicher Nachwuchs ist rar

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12. August 2009, 09:04 Uhr

Rostock | Die Ausbildungsvielfalt für Mädchen in Handwerksberufen ist groß. Mit mehr als 200 jungen Frauen ist bei den Lehrlingen in Erstausbildung ein Zuwachs von sechs Prozent zu verzeichnen. Claudia Alder, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK), bemerkt: "Ich freue mich sehr über den Trend bei den Mädchen, weil sich dadurch je nach Persönlichkeit unterschiedliche Chancen bieten." Neben Fingerfertigkeit ist vor allem Köpfchen gefragt.

Derzeit haben fünf Mädchen in der Baubranche einen Ausbildungsvertrag in der Tasche. Elf erlernen das Handwerk zum Augenoptiker und 68 zum Friseur. Die größte Gruppe stellt mit 131 Auszubildenden das Nahrungsmittelhandwerk dar. Auch Mediengestalter sind sehr gefragt. "Diesen positiven Trend gilt es fortzusetzen", betont die HWK-Geschäftsführerin.

Zu bemerken sei, dass die Mädchen ihren männlichen Kollegen in vielen Fällen fachlich sogar ein kleines Bisschen voraus sind. Zeugnis dessen seien die Gesellenprüfungen, so Alder.

Die HWK ruft weiterhin Mädchen dazu auf, sich für einen handwerklichen Beruf zu begeistern. "Durch die stetige Bewegung auf dem Arbeitsmarkt sind noch viele Stellen unbesetzt", sagt Alder. Die Lehrstellenbörse der HWK im Internet bestätigt den Bedarf.

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