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Lokales

17. Dezember 2017 | 16:59 Uhr

Wassersaison ins Wasser gefallen

vom

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erstellt am 16.Sep.2010 | 06:40 Uhr

Schwerin | Wassertouristen mögen Wasser, das liegt in der Natur der Sache. Allerdings nur das Wasser, das sich unter ihnen befindet - nicht jenes, welches zeitweise in Form von Regen von oben herabströmt. In Schwerin hat der Wassertourismus in diesem Jahr stark unter dem regnerischen August gelitten. Viele sind mit der Saison unzufrieden. Saison eins nach dem Buga-Jahr hat bei vielen für Ernüchterung gesorgt.

So etwa bei der Weißen Flotte. Noch ist die Saison der Ausflugsschiffe nicht vorbei, bis Ende des Monats fahren die Schiffe den vollen Hauptsaisonplan, bis Ende Oktober mit einem verkürzten Fahrplan. Doch bereits jetzt weiß Verkaufsleiter Andreas Rosin, dass die Saison nicht so gelaufen ist, wie es sich das Unternehmen gewünscht hätte, sagt er. "Vor allem der Regen im Mai und im August haben für eine ziemlich schlechte Saison gesorgt", zieht Rosin Bilanz. Der Großteil der Fahrgäste wolle an Deck sitzen, deshalb sei die Ausflugsschifferei so sehr von gutem Wetter abhängig. Sehr zufriedenstellend sei die Witterung nur im Juli gewesen, so Rosin.

Auch Hafenmeister Hermann Priebe vom Schweriner Segler-Verein ist über den Verlauf der Saison nicht besonders glücklich. "Allerdings liegt das auch daran, dass wir durch die gute Buga-Saison mit hohen Erwartungen gestartet sind", erklärt Priebe. Verglichen mit dem Jahr 2009 sei die Auslastung der Liegeplätze zwar deutlich gesunken, im Vergleich mit dem Jahr 2008 aber sogar gestiegen. In der zu Ende gehenden Saison habe es bisher 2250 Übernachtungen gegeben, im Jahr 2008 waren es nur rund 2000 gewesen. "Zu Spitzenzeiten im Juni und Juli war der Hafen komplett ausgelastet", erinnert sich Priebe. Mehr als 1100 Boote seien im Hafen zu Gast gewesen.

Von Auslastung weiß Uwe Meitzner wenig zu berichten. Der Betreiber des Schweriner Bootsverleihs am Ziegelsee spricht von einer durchwachsenen Saison. Während im April noch so gut wie keine Gäste Boote gemietet hätten, sei die Zahl der Kunden in den sonnigen Monaten Juni und Juli stark gestiegen. "Vor allem im Juli standen die Gäste teilweise Schlange", erinnert sich Meitzner. Etwa sechs Wochen lang sei dies so gewesen. Allerdings hat sich der regenreiche August auch auf seinen Bootsverleih negativ ausgewirkt. "Als die Sonne schien, war alles gut, davon bin ich abhängig", fasst Meitzner seine Saison zusammen. Klagen wolle er trotzdem nicht. Eine Investition habe sich in dieser Saison nämlich bewährt: das Hausboot, das Gäste für mehrere Tage mieten können, um über Seen und Flüsse rund um Schwerin zu schiffen. Für Uwe Meitzner wenigsten ein kleiner Lichtblick in einer ansonsten eher trüben Saison.

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