Engagement : Warnemünder Unternehmerin hilft Elterngruppe

Über die 650 Euro, die die Gruppe mit Down-Kindern bekommt, freuen sich Folke Helm mit Constanze, Clemens Gottwald mit Vater Markus Gottwald (v. l.) und Unternehmerin Janett Balzat (M.).
Über die 650 Euro, die die Gruppe mit Down-Kindern bekommt, freuen sich Folke Helm mit Constanze, Clemens Gottwald mit Vater Markus Gottwald (v. l.) und Unternehmerin Janett Balzat (M.).

Heute ist der Tag des Down-Syndroms. Janett Balzat spendet 650 Euro für einen Ausflug der Rostocker Gruppe

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21. März 2015, 12:00 Uhr

Constanze Helm gilt als der Sonnenschein ihrer Umgebung. Das liegt an ihrem freundlichen Wesen. Das nimmt alle für die 20-Jährige ein, die mit dem Down-Syndrom geboren ist. Sie macht derzeit eine Ausbildung zur Küchenhilfe.

Das Down-Syndrom ist eine Erkrankung, bei der das 21. Chromosom dreifach vorhanden ist. Aufgrund der Zahlenkombination wird am heutigen Sonnabend der Tag des Down-Syndroms begangen.

Aus diesem Anlass hat die Warnemünder Unternehmerin Janett Balzat vom Brummkreisel-Geschäft mit dem Erlös des Verkaufs von Karten von Hansi Parczyk 650 Euro an die Elterngruppe übergeben. „Mein Geschäft liegt neben der Tourismuszentrale“, sagt Inhaberin Janett Balzat. Dort arbeitet Conny Gottwald. Beide Frauen waren zur gleichen Zeit schwanger. Während Janetts Tochter Svenja (13) gesund geboren wurde, kam Conny Gottwalds Sohn Clemens (13) mit dem Down-Syndrom zur Welt. Seitdem weiß die Warnemünder Unternehmerin viel über diese Krankheit und die Mehrbelastungen für die Eltern. „Für die Betroffenen ist es wichtig, dass sie einen Erfahrungsaustausch machen oder mal mit ihren Kindern verreisen können“, sagt Balzat. „Ihr Alltag mit Down-Kindern fordert ihnen sehr viel mehr Kraft, Zeit und Pflege ab.“

Nicht alle Eltern kommen mit dieser Diagnose klar. Oft zerbrechen daran Beziehungen und Familien. Die Helms und die Gottwalds sind sehr positive Ausnahmen. Für beide sind Constanze und Clemens trotz ihrer Behinderung ganz besondere Kinder, auf die sie nicht hätten verzichten wollen. Clemens besucht derzeit die Don-Bosco-Schule. „Das war für ihn und uns ein großes Glück“, sagt Markus Gottwald. Die Mitschüler haben Clemens gut integriert. Jetzt in den höheren Klassen kommt er an seine Grenzen und wird umgeschult in die Schule vom Michaelshof.

Die Eltern der Rostocker Down-Gruppe stützen sich gegenseitig. Die Mütter und Väter älterer Kinder geben ihre Erfahrungen an Eltern jüngerer Kinder weiter. „Manchmal sind es nur ganz praktische Tipps, zum Beispiel was die Kinder für ein Spezialfahrrad benötigen“, sagt Folke Helm. Oder es tut mal gut, wenn Conny und Markus Gottwald zu ihrem beliebten Sommerfest einladen.

Der Höhepunkt ist die Vereinsfahrt im Herbst nach Zinnowitz, wo auch die Eltern einmal nur Gast sein können und eine Betreuung für die Kinder mit Down-Syndrom mitfährt. Alle drei Monate treffen sich die Eltern zum Erfahrungsaustausch.

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