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Lokales

19. November 2017 | 11:34 Uhr

Warnemünde wird saniert

vom

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erstellt am 07.Jun.2010 | 09:24 Uhr

Warnemünde | Im Ostseebad Warnemünde gibt es Sanierungsbedarf. Das geht aus einem Papier des Amtes für Stadtplanung und Stadtentwicklung hervor. Darin sind Infrastruktur, Gebäudebestand, Gemeindebedarfseinrichtungen sowie allgemeine städtebauliche Missstände untersucht. Daraus geht hervor: "Schwerwiegende Funktions- und Substanzmängel liegen im Bereich der verkehrlichen Infrastruktur vor." Dies betrifft sowohl den fließenden als auch den ruhenden Verkehr. So mangelt es an Stellplätzen, Fahrtwege werden durch die Einbahnstraßenregelung verlängert. Alles in allem sei die Verkehrsorganisation ausgereizt, heißt es in dem Verwaltungsgutachten.

In der Vergangenheit hat sich die Stadt darum bemüht, Warnemünde als Sanierungsgebiet ausweisen zu lassen, um Städtebaufördermittel für notwendige Maßnahmen beantragen zu können. Diese Anstrengungen blieben jedoch ohne Erfolg, so dass die Stadt nun in erster Linie selbst für die Behebung der Mängel aufkommen muss.

Vor einigen Wochen haben Vertreter des Landesministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung (MVBL) Warnemünde besichtigt. Rostocks Bausenator Holger Matthäus (Grüne) sowie Vertreter der zuständigen Ämter begleiteten die Delegation auf ihrem Rundgang. Die MVBL-Vertreter stellten dabei eine Landesförderung für das Seebad in Aussicht. "Voraussichtlich werden die Anlieger durch Erhebung von Straßenbaubeiträgen an der Finanzierung beteiligt werden", heißt es vom Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung.

Neben dem problematischen Zustand der Verkehrssituation in Warnemünde gibt es weitere Missstände, auf die das Gutachten aufmerksam macht. So ist zum Beispiel von Substanzmängeln bei der Mischung von Wohnen und Arbeiten die Rede. Der florierende Tourismus, der die Funktion des Stadtteils maßgeblich prägt, wirkt sich auf die Wohnbedingungen aus. Es kommt zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und zur Lärmbelästigung für die Einwohner beispielsweise durch Großveranstaltungen. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) vom Februar heißt es: "Die Anzahl der Einwohner geht rapide zurück, der Leerstand bleibt aber gleichbleibend gering. Die Schlussfolgerung ist eine stetige Umwandlung von Wohnungen in Ferienunterkünfte. Diese Entwicklung ist aus Sicht der gesamtstädtischen Entwicklung bedenklich." Ein Hauptaugenmerk müsse folglich auf die Stabilisierung der Wohnbevölkerung gelegt werden.

Weitere Probleme gibt es in Warnemünde bei der Ausstattung der Sportstätten, die sich laut Bauamt generell in einem desolaten Zustand befänden. Ein von der Verwaltung entwickeltes Sportstättenkonzept soll hier Abhilfe schaffen. Es sieht den Platz in der Parkstraße als zukünftiges Zentrum für Sport im Seebad vor. Auch in der Lortzingstraße entsteht eine neue Zwei-Felder-Sporthalle.

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