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Lokales

23. November 2017 | 08:54 Uhr

Warnemünde sucht ab Mai neuen Strandvogt

vom

svz.de von
erstellt am 21.Mär.2012 | 01:23 Uhr

Wer gern bei Sonne und Wind am Strand spaziert, für den gibt es jetzt einen zeitlich befristeten Arbeitsplatz an der frischen Luft. Denn nach sechs Jahren hat der bisherige Strandvogt von Warnemünde seinen Dienst quittiert. Jetzt sucht die Tourismuszentrale einen Nachfolger für den Posten. Die offizielle Ausschreibung läuft noch bis Freitag.

Charakterlich und in Bezug auf die Aufgaben kommt nur ein echtes Multitalent in Frage. "Der Strandvogt muss mit seinem Auftreten Autorität ausstrahlen", sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm. Außerdem sind gute Umgangsformen, kommunikative Fähigkeiten, diplomatisches Geschick und Umsichtigkeit gefragt. "Der Strandvogt ist dazu da, bestimmte Regeln in seinem Strandabschnitt durchzusetzen", sagt Fromm. Und das solle immer in sachlicher Weise geschehen.

Das Revier des Ordnungshüters zieht sich von der Westmole bis nach Geinitz bei Diedrichshagen hin. In diesem befinden sich die verschiedensten Arten von Strandabschnitten: der für Nichtraucher, für Hunde, Bereiche für FKK sowie der Textilstrand. Und so bunt, wie die Strandpalette ist, so vielfältig sind auch die Charaktere und Bedürfnisse der Besucher entlang der Küste. "Hier ist dann wieder diplomatisches Geschick vonnöten und korrektes Auftreten, wenn es darum geht, Vorschriften durchzusetzen", sagt Fromm. "Denn niemand hat einen Freibrief am Strand", betont der Tourismusdirektor. Daher arbeitet ein Strandvogt eng mit dem Ordnungsamt, der Polizei sowie mit der Wasserwacht zusammen. Wer einen Nullachtfünfzehn-Tag wünscht, ist in diesem Job falsch. "Der setzt eine große zeitliche Flexibilität voraus", sagt Fromm.

Die Stelle sei leider für die Saison zwischen Mai und September befristet. Wenn die Zusammenarbeit sich bewähre, werde sie im Idealfall in den kommenden Jahren wiederholt. Wie beim Strandvogt von Markgrafenheide, Reinhard Hermann. Der feiert in diesem Jahr bereits sein zehntes Dienstjubiläum. Fußlahm darf er in seinem Job nicht sein: Manchmal können es schon 25 Kilometer werden, die er als Strandvogt am Tag zurücklegen muss.

Gute Kenntnisse über Warnemünde sind ebenfalls nützlich. "Denn ein Strandvogt ist auch Mittler zwischen uns und den Gästen", sagt Fromm. Wenn die Bewerbungsfrist abgeschlossen ist, wollen er und Ursula Klause die Unterlagen zunächst sichten. Klause ist bei der Tourismuszentrale für die Strandbewirtschaftung verantwortlich. "Dann werden diejenigen, die vom Profil am besten geeignet erscheinen, zum Gespräch geladen", sagt Fromm. Anschließend fällt die Entscheidung und ab dem 7. Mai überwacht der neue Strandvogt dann bis September sein Revier an der Ostsee.

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