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Lokales

17. November 2017 | 20:31 Uhr

Warnemünde ist auf Fluten vorbereitet

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2011 | 06:09 Uhr

Rostock | Rostock wappnet sich gegen Hochwasser. Nach den Extremniederschlägen des vergangenen Wochenendes, welche erhebliche Schäden und Beeinträchtigungen hinterlassen haben, wurde darüber hinaus durch Bausenator Holger Matthäus (Grüne) das Amt für Umweltschutz gebeten, für den Haushalt 2012 bis zu 100 000 Euro einzuplanen. Hiermit soll ein Gutachten für die Gewässer zweiter Ordnung in Rostock erstellt werden. Dazu gehören alle oberirdischen Gewässer außer der Warnow. Die Studie soll systematisch die überschwemmungsgefährdeten Flächen herausarbeiten und priorisierte Maßnahmepläne zum gesicherten Abfluss der Regenmengen vorschlagen.

Auch beim Bau der Straße zum Nordkreuz fließen Belange des Hochwasserschutzes mit ein. Hier werden Empfehlungen des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu MM) berücksichtigt, wie Ronny Schmidt, Sachbearbeiter Küstenschutz, mitteilt. Der Verkehrsknotenpunkt liegt in einem von Hochwasser gefährdeten Gebiet. Darum muss die Straße von der Warnemünder Werft bis zum Passagierkai höhergelegt werden. Der südliche Teil ist bereits fertig. "Die Straße wurde um 3,25 Meter angehoben", sagt Schmidt. "Das ist das Maß für das Bemessungshochwasser." Über diese Höhe sollte nach bisherigen Prognosen auch bei einer Sturmflut das Wasser nicht hinausgehen.

Als weitere Küstenschutzmaßnahme in Warnemünde beschäftigt sich das Stalu MM derzeit mit der Sicherung des Alten Stroms durch Glaswände. Hierfür läuft das Genehmigungsverfahren. Schmidt rechnet spätestens Ende dieses Jahres mit einem Bescheid. Dann könnten die Arbeiten 2013 beginnen und 2014 abgeschlossen sein.

Durch die veränderten Klimabedingungen, ist davon auszugehen, dass es in Zukunft vermehrt zu Starkregen kommt. Darum hat Senator Matthäus die Stadtverwaltung, den Deutschen Wetterdienst sowie den Wasser- und Bodenverband für morgen zu sich eingeladen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Ein erstes Gutachten wurde bereits für die besonders gefährdete Laakniederung vor Warnemünde vorgestellt. Sie wird künstlich 1,10 Meter unter Meeresniveau gehalten. Hier wird nun das Wassermanagement überarbeitet. Möglich sind vergrößerte Durchmesser der Kanalsysteme, der Ausbau der Vorflutsysteme und die Beseitigung von Engstellen.

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