Warin nimmt Haus am Strand zurück

Das   Clubhaus im Strandbad  ist wieder in der Hand der Stadt. Michael Beitien
Das Clubhaus im Strandbad ist wieder in der Hand der Stadt. Michael Beitien

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28. April 2010, 08:05 Uhr

Warin | Neustart im Wariner Strandbad: Die Stadt und der Drachenbootverein Warin-Neukloster haben ihr Pachtverhältnis für die ehemalige Strandgaststätte beendet. Bürgermeister Michael Ankermann strebt bis Ende Juni eine neue Lösung mit den drei Nutzern Drachenbootverein, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und Gastronomin Karin Brandenburg an.

Nach der Wende hatte die Stadt Warin Gaststätte nebst Wohnung im Obergeschoss an private Betreiber vermietet. Das Haus wurde mit der Nutzung mehr und mehr abgewirtschaftet, bis der neu gegründete Drachenbootverein Neukloster-Warin es zum Clubhaus erkor. "Wir haben die Immobilie zu dem gemacht, was sie ist", sagt Vereinsvorsitzender Dr. Jürgen Hausmann. Rund 36 000 Euro an Eigenleistungen habe der Verein in diese Immobilie der Stadt investiert.

Nicht aufbringen konnte der Verein allerdings die mit der Stadt vereinbarte Pacht. Jahr für Jahr stellte der Verein deshalb Anträge, diese Summe zu stunden. "Es war abenteuerlich, von uns eine Pacht zu erwarten für ein Gebäude, das kaum nutzbar war", blickt Hausmann zurück.

Der Verein habe den Vertrag allerdings so unterschrieben, sagt Bürgermeister Michael Ankermann. Auf seinen Wunsch sei das Pachtverhältnis beendet worden, sagt er. Trotz der vielen Arbeitsstunden der Mitglieder musste der Verein immer wieder als Bittsteller auftreten. "Das ist für alle unangenehm", so Ankermann. Er strebt mit den beiden Vereinen und der Gastronomin Regelungen an, die sie erfüllen können. Bis zur Jahresmitte hat die Stadt mit dem Drachenbootverein und mit Karin Brandenburg Übergangsverträge geschlossen.

Bis heute sei die Mindestvoraussetzungen für einen dauerhaften Gastronomiebetrieb nicht gegeben, so Hausmann. Es müssten separate Sanitäranlagen geschaffen werden. Seit Jahren existiere ein Beschluss der Stadtvertreter, das dafür ein bisher von der DLRG genutzter Raum zur Verfügung gestellt wird, so Hausmann. Die Lebensretter haben sich dagegen verwahrt, in einen Wohncontainer umzuziehen, weiß Bürgermeister Ankermann.

Hausmann und Ankermann sind zuversichtlich, eine Lösung zu finden. Es können bei dem Pachtvertrag mit den Drachenbootsportlern keine anderen Maßstäbe angelegt werden wie bei Fußballern und Volleyballern meint Hausmann. Der Verein will sich weiter in Warin engagieren.

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