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Lokales

18. Oktober 2017 | 15:08 Uhr

Wann kommen die Wikinger?

vom

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erstellt am 17.Jun.2011 | 02:49 Uhr

Prignitz | Noch gut kann sich Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz an die Anfänge des Plattenburgspektakels erinnern. "Anfangs mussten wir betteln, um Künstler und Händler zu bekommen", sagt er mit einem Lächeln im Gesicht. Das habe sich grundlegend geändert. Heute kann der Verband auswählen, die Zahl der Bewerber sei etwa doppelt so hoch, wie die Zahl der zu vergebenden Plätze.

Allein das sei schon Ausdruck dafür, "dass sich das Mittelalterfest enorm entwickelt hat", so Neumann. 1992 fand auf der Burg der brandenburgische Tourismustag statt. "Aus diesem Grund hatten wir als Fremdenverkehrs- und Kulturverein einen kleinen mittelalterlichen Markt organisiert." Die Idee dazu und diesen auszubauen, stamme maßgeblich von Bärbel Mann, der langjährigen Verbandsvorsitzenden.

Schon 1993 und 94 bekam das Fest einen roten Faden. Roman Streisand übernahm damals die Regie. Seitdem ist die Veranstaltung kontinuierlich gewachsen, kamen im Zuge der Burgsanierung neue Flächen dazu, insbesondere vor der Burganlage. Der Besucherrekord liegt bei 9327 und stammt aus dem Jahr 2002. Danach setzte ein Rückwärtstrend ein. Mittlerweile haben sich die Besucherzahlen zwischen 6000 und 7000 eingependelt. Eine Größe mit der der Tourismusverband und seine Partner, die Volks- und Raiffeisenbank, die Fun GmbH sowie die Gemeinde Plattenburg, leben können, sagt Neumann.

Ein Wachsen des Spektakels erwarte er nicht. Dem widerspreche schon allein der Einwohnerrückgang im Landkreis. Zunehmend müssten Besucher aus anderen Regionen gewonnen werden, sei das Marketingkonzept entsprechend ausgerichtet worden. "Wir setzen auf Qualität und was uns auszeichnet, sind das Einbeziehen der Zuschauer und die Angebote für Kinder sowie Familien. Das ist unsere eigene Handschrift", betont Uwe Neumann, dem es selbst gefällt, an diesem Wochenende in eine Rolle einzutauchen, sich zu verkleiden.

Im nächsten Jahr steht mit dem 20. Spektakel ein Höhepunkt bevor. Erste Ideen zur Gestaltung gebe es. Blickt Uwe Neumann noch weiter in die Zukunft, sieht er ein bisher nicht genutztes Potenzial: Die Fischteiche: "Falknershow, Wikingerdorf, ja vielleicht sogar ein Wikingerschiff könnte ich mir vorstellen."

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