Wandern in der Warnow schadet Arten

<fettakgl>Wandern in der </fettakgl>wasserarmen Warnow: Das schadet geschützten Arten.<foto>Frohberg</foto>
Wandern in der wasserarmen Warnow: Das schadet geschützten Arten.Frohberg

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25. Juli 2010, 05:38 Uhr

Sternberg/Groß Görnow | Die anhaltende Trockenheit habe inzwischen auch Teilstrecken der Warnow zu Flachwasserbereichen gemacht, teilt der Naturschutzbund (NABU), Kreisverband Parchim, mit. So sei im Bereich des Naturschutzgebietes Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal bei Groß Görnow das Befahren zumindest erschwert. Von einem Befahren mit Schlauchbooten raten verantwortungsvolle Bootsverleiher, wie z.B. Wolfgang Klein vom Kanu-Camp Sternberger Burg, bereits ab. Aus Gründen des Artenschutzes werde das Befahren mit großen Schlauchbooten für diesen Bereich als bedenklich eingestuft. Die ohnehin schwerer steuerbaren Boote könnten bei dem derzeit geringen Wasserstand im Durchbruchstal für die im Wasser lebende Tier- und Pflanzenwelt zur Katastrophe werden. Der NABU warnt: Die Veranstalter solcher größeren Schlauchboottouren durch das Naturschutzgebiet sollten diese beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt anmelden und sich beraten lassen.

Die Hitze habe auch einige Fußgänger veranlasst, im Fluss herumzulaufen um sich abzukühlen. "Das ist zwar verständlich, aber im Naturschutzgebiet ist dies gemäß Schutzgebietsverordnung nicht gestattet, weil diese ein Verlassen der Wege ausdrücklich untersagt", weist Gabriele Frohberg vom NABU hin. Hintergrund dafür sei der Schutz von Lebensräumen und somit auch Artenschutz. So komme z.B. auch in diesem Abschnitt der Warnow die nach Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Bachmuschel (Unio crassus) vor.


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