Wald und Stadtnähe

Glücklich: Heinz und Helga Felker.
Glücklich: Heinz und Helga Felker.

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12. April 2010, 06:57 Uhr

Gehlsdorf | Heinz Felker (74) lebt bereits seit 1963 im Stadtteil Gehlsdorf. Seine Frau Helga (72) zog wenige Jahre später hinzu. In der Pressentinstraße haben die beiden eine Zweieinhalbzimmerwohnung. "Ich habe früher im Hafen gearbeitet und die Wohnung gestellt bekommen", sagt der 74-Jährige. Angefangen beim Umschlag arbeitete Felker auch bei der Reparaturbrigade sowie als Schlosser und Tischler. Bis zur Wende kannte er den Hafen wie seine eigene Westentasche. "Doch seit ich nicht mehr arbeite, hat sich viel verändert", stellt der Rentner fest. Seine Freizeit verbringt der gelernte Stellmachermeister in seinem großen Garten. Die Arbeit im Freien gehört zu seinen größten Leidenschaften. Dort hat er auch eine Werkstatt, in der er kleine Möbelstücke anfertigt. Braucht ein Nachbar ein Bücherregal, so ist Heinz Felker die erste Anlaufstelle. Der Rentner erinnert sich gern an die Zeit, als Gehlsdorf noch fast ausschließlich aus Hafenarbeitern und Reedern bestand. "Die Drostenstraße war nur ein Feldweg", sagt er. Und bis zum Kirchenplatz fuhr noch eine Straßenbahn. "Da konnte man fast jeden Tag zusehen, wie sie entgleist ist." Die Schienen befinden sich noch immer auf dem Platz. Das Ehepaar Felker kann sich nicht vorstellen, einmal den Stadtteil mit ländlichem Flair zu verlassen: "Hier sieht man noch Wald und Felder und hat trotzdem die Nähe zur Stadt."

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