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Naturpark Sternberger Seenland : Wald am Radebach gekauft für den Biber

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svz.de von
erstellt am 11.Jan.2011 | 12:22 Uhr

Warin | Die landeseigene Stiftung Umwelt und Naturschutz hat Waldflächen im Radebachtal gekauft und damit den Lebensraum für den Biber gesichert.

In der Vergangenheit hatte es hier immer wieder Konflikte mit einem Waldbesitzer gegeben, weil eine Nagerfamilie ihren Damm zwischen Groß Labenzer See und Schießplatz Graupenmühle so weit angestaut hatte, dass Bäume abzusterben drohten. Erlen können zwar bis zu 100 Tage im Jahr unter Wasser stehen, sagt Jan Lippke, der stellvertretende Leiter des Naturparks Sternberger Seenland. Bei noch längeren Zeiten gibt es aber Probleme. Nachdem die Stiftung die Waldflächen am Bach aufgekauft hat, gibt es keine Beschwerden mehr.

Zum Naturschutzprojekt am Radebach gehört auch der Bau einer Fischtreppe am Labenzer See. Die Arbeiten sollen in diesem Frühjahr beginnen, erklärte Jan Lippke. Unter Trägerschaft der Landgesellschaft soll das Projekt verwirklicht werden, mit dem der Radebach durchlässig für Wasserbewohner gemacht wird. Derzeit verhindert ein Wehr den Fischaufstieg. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen, so Lippke gestern auf SVZ-Anfrage.

Die Biberpopulation im Naturpark Sternberger Seenland wird derzeit bei einem großen Monitoring neu erfasst. Bevor unter Verantwortung von Naturparkranger Mario Krüger alle Wasserläufe kontrolliert werden, muss er die Daten von den bisherigen Erfassungen am Computer in ein neues Programm übertragen. Das derzeit laufende Monitoring beweist, dass sich die Biber weiter ausbreiten. Auf neue Reviere stieß Krüger jetzt am Bibower See und in einem Graben an den Schanzenbergen in Mankmoos.

Die ersten Biber in der Region waren 1990 ausgesetzt worden. Daraus hat sich mittlerweile eine Population mit fast 100 Familien und geschätzten über 300 Tieren gebildet.


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