zur Navigation springen
Lokales

23. September 2017 | 16:31 Uhr

Waisengärten: Erstes Ja für eine Bebauung

vom

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2010 | 07:50 Uhr

Schwerin | Die Planungen für das Gebiet der ehemaligen Waisengärten gehen voran: Nach dem Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr und dem Ortsbeirat Schelfstadt, Werdervorstadt, Schelfwerder befürwortet nun auch der Ausschuss für Wirtschaft, Liegenschaften und Tourismus das geplante Vorhaben auf dem Waisengärten-Areal und empfiehlt der Stadtvertretung deren Umsetzung.

"Wir haben in den Gremien unsere Planungen vorgestellt, kritisch diskutiert und viel positive Resonanz erhalten. In all unseren bisherigen Gesprächen mit beteiligten Akteuren spüren wir eine große Zustimmung für das Waisengärten-Projekt, weil wir vorhaben, das Areal erstmals für alle Bürger zu öffnen, neue Wohn- und Freizeitangebote schaffen und Natur bewahren möchten. Uns erreichen sogar schon Nachfragen von Schweriner Bürgern, die Interesse haben dort zu wohnen", so Robert Erdmann, Geschäftsführer der LGE Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH, die Eigentümerin der Fläche ist.

Im nächsten Schritt wird die Stadtvertretung über die geplante Zukunft der Waisengärten entscheiden. Gestern Abend wurde der Hauptausschuss gehört. Zuvor hatte bereits eine Projektgruppe aus allen beteiligten Akteuren dem Masterplan zugestimmt, darunter Vertreter der Bürgerinitiative, des Ortsbeirates Werdervorstadt, der Kleingarten- und Wassersportvereine, der Vereine Pro Schwerin und Lokale Agenda 21 sowie Vertreter der Architektenkammer, der IHK Schwerin und des Bundes Deutscher Architekten (wir berichteten).

Robert Erdmann: "Wir haben bewusst diesen Weg gewählt, um uns frühzeitig mit Anwohnern, Kleingärtnern und weiteren Beteiligten auszutauschen, ihre Interessen kennen zu lernen und ihre Vorschläge für die Entwicklung des Gebietes aufzunehmen. Dass ein Masterplan mit allen Akteuren vor der B-Planaufstellung diskutiert wird und deren Ergebnisse in die weitere Planung einfließen, ist sicher eine Qualität, die nur wenige Entwicklungsträger leisten. Auch in Zukunft setzen wir auf kritischen Dialog und laden Interessenten, Betroffene und Kritiker zum Gespräch ein."

Momentan nutzen Kleingarten- und Bootshauspächter das Waisengärten-Gelände. Für die Schweriner ist das Gebiet kaum zugänglich. Die Uferzonen nördlich vom Stadthafen am Beutel und am Westufer des Schweriner Sees können nicht betreten werden, die Wege im Gebiet sind verschlungene Pfade, die nicht zum Spazierengehen einladen, die Uferpromenade verläuft ins Nichts. "Genau das wollen wir ändern", sagt Erdmann. "Nach unseren Vorstellungen wird ein offenes, lebendiges Quartier entstehen, das Fußgänger und Radfahrer auf neuen Wegen durchqueren können und mit großzügigen Grünflächen, einer öffentlichen Uferzone und Freizeitmöglichkeiten für Jung und Alt zum Verweilen einlädt."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen