zur Navigation springen

Besonders Erlebnis für Zehlendorfer : Wahnsinn: „Stones“ in London erlebt

vom

Torsten Franz aus Plaaz und Jens Bull aus Zehlendorf haben etwas Großartiges, ja für sie Wahnsinniges erlebt: Sie waren am Donnerstag in der ausverkauften O2-Halle in London bei einem Konzert der „Rolling Stones“.

svz.de von
erstellt am 03.Dez.2012 | 10:27 Uhr

Torsten Franz aus Plaaz und Jens Bull aus Zehlendorf haben etwas Großartiges, ja für sie Wahnsinniges erlebt: Sie waren am Donnerstag in der ausverkauften O2-Halle in London bei einem Konzert der „Rolling Stones“. Gestern um Mitternacht waren sie wieder zu Hause. „Ich stehe immer noch unter dem Eindruck von Mick und Co. Es ist etwas, was ich nicht vergessen werde“, erzählte Torsten Franz gestern SVZ. In der Riesenhalle am Ufer der Themse, zu der man mit einem Schiff gefahren wird, erlebte er die „alten Herren des Rock’n’ Roll“ drei Stunden mit „vollem Ballett“. Franz: „Die spielten ihre Songs mit so viel Energie und Freude, dass man ihnen wirklich nicht anmerkte, dass sie ja doch schon ein gewisses Alter haben. Mick ist schließlich 69.“ Aber gerade der „Stones“-Frontmann habe sich körperlich frisch und eine musikalische Präsenz wie in seinen besten Tagen gezeigt, so der Plaazer. Auch die anderen Musikerkollegen standen Mick Jagger nicht nach. Franz: „Z.B. Keith Richards, der ja doch alt aussieht, zeigte eine unglaubliche Bewegungsamplitude.“ Ron Wood war für Franz und Bull „schick wie eh und je und in der Körpersprache jung“. Das Besondere war, das Stones-Ex-Bassist Bill Wyman drei Titel mitspielte. Bei einem Song – Midnigt Rambler“ – war Mick Taylor an der Leadgitarre. Franz: „Und dann spielte unangekündigt noch Eric Clapton mit. Rock-Fan-Herz, was willst du mehr“.

Das Programm ging quer durch die 50-jährige Geschichte der „Stones“. „Satisfaction“ durfte nicht fehlen und mit „Start Me Up“, „You Can’t Always Get What You Want“ bis zum neuesten Song, „Doom And Gloom“, war alles dabei. Die „Stones“ spielten aber auch Torsten Franz’ Lieblingssong, „Sympathie For The Devil“.

Für den Plaazer hatte das Konzert allerdings eine ganz besondere Bedeutung: Franz war 1997 mit Gernot Alms Gründer und Schlagzeuger der Rolling-Stones-Cover-Band „Heart Of Stones“, die auch in Güstrow schon oft spielte, und er ist Schlagzeuglehrer in der Kreismusikschule. Jens Bull ist ein Schüler von ihm. Der 48-Jährige lernt gerade aus Spaß mit dem Drums umzugehen. Umso mehr richteten die beiden ihre Blicke auf Charlie Watts. Der Kult-Schlagzeuger für Rockmusiker-Generationen ist für Torsten Franz unverändert einer der größten Drummer aller Zeiten und eine Legende. „Er spielt zwar einen Stil, der heute nicht mehr gelehrt wird, mit dem Stick in der linken Hand zwischen Daumen und Zeigefinger. Aber da ist so viel Leben in seinem Trommeln drin. Das glaubst du nicht.“ Watts ist Torsten Franz allerdings noch gegenwärtig, denn er gehörte zu den Glücklichen, die ihn kürzlich bei der Boogie-Woogie-Tour in Rostock erlebten.

Umso mehr wurde es Zeit, das Franz auch die anderen „Steine“ sieht. Denn paradox für einen Stones-Cover-Musiker und Drums-Lehrer: Er hat die „Rolling Stones“ noch nie live erlebt. „Es hat nie gepasst, immer kam etwas dazwischen. Aber dieses Mal wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Es war ein Muss, egal wo und wann sie auftreten und was es kostet“, schilderte er die Vorgeschichte. Die Kosten hatten es dann allerdings in der Tat in sich. 450 Euro, aber nur noch über das Internet, kostete die Karte. Torsten Franz und Jens Bull haben es aber gern ausgegeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen