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Lokales

21. Oktober 2017 | 18:07 Uhr

Vuuv 2011 an anderem Standort

vom

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2010 | 05:46 Uhr

Putlitz | Die zehnte Putlitzer Vuuv ist Geschichte, die elfte kann folgen. So zumindest sehen es die Verantwortlichen des Amtes Putlitz-Berge sowie der Prignitzer Polizei. Veranstalter Peter Weigert will sich aber erst im September dazu äußern, wie Bürgermeister Bernd Dannemann gestern dem "Prignitzer" gegenüber mitteilte. Zuerst müsse Kassensturz gemacht werden, ob sich das Event in der Prignitz noch rechnet, denn die Besucherzahlen gehen zurück. "Die Mehrzahl der Putlitzer möchte die Vuuv behalten", ist sich Dannemann sicher. Allerdings müsse sie wieder einen anderen Standort bekommen.

Das sehen sowohl Bürgermeister und Verantwortliche im Amt so, als auch der Veranstalter selbst. Zwar, so erklärte beim gestrigen Pressegespräch der stellvertretende Amtsdirektor Hergen Reker, seien die Werte der während der gesamten Veranstaltung erfolgten Lärmpegelmessungen im Wesentlichen im zulässigen Bereich geblieben, dennoch habe es Beschwerden von Putlitzern gegeben. Dafür sowie für Hinweise war erstmalig ein Bürgertelefon eingerichtet worden. Mit dem Besitzer des am nächsten gelegenen Grundstücks, auf dem extra in der Nacht zu Sonnabend auf Veranlassung des Amtes von einem Berliner Ingenieurbüro Lärmmessungen durchgeführt worden waren, gebe es am Donnerstag noch einmal ein Gespräch, so Reker.

Dennoch waren sich gestern Polizei und Amt einig, dass Dank der guten Zusammenarbeit aller Partner bereits in Vorbereitung dieser Massenveranstaltung alles für die Sicherheit sowohl der Vuuv-Teilnehmer als auch der Putlitzer getan werden konnte. Ein Vergleich mit der Loveparade in Duisburg sei sicher nicht angemessen, aber "zu uns können die Eltern ihre Kindern schicken", betont Schutzbereichsleiter Dr. Karl-Heinz Fittkau. Und er merkt an, dass auch bei den künftigen Vuuvs Polizeipräsenz gezeigt werde.

Die scheint auch notwendig, denn bei allem friedlichen Feiern spielten auch in diesem Jahr Drogen eine Rolle. So wurden 74 diesbezügliche Straftaten festgestellt, 39 Tatverdächtige gestellt, in 16 Fällen ermittelt die Kripo gegen unbekannt. Zu der Liste der sichergestellten Drogen zählen beispielsweise sieben Gramm Kokain, die nach Polizeiangaben einen Marktwert von rund 850 Euro hätten.

Es seien nicht nur Jugendliche, die der Polizei dabei ins Netz gingen, sondern auch Leute von Mitte 30 und älter. Es handele sich dabei zum großen Teil um deutsche, aber auch schwedische, dänische und niederländische Bürger. Um den Strafanspruch des Staates zu gewährleisten, seien 2500 Euro sowie 2200 dänische Kronen als Sicherheitsleistung von Ausländern eingezogen worden.

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